2022 könnte in der Stadt in Paderborn in Ostwestfalen die erste Botschaft der Initiative Die Stadtretter entstehen. Pläne werden aktuell erarbeitet.

Citymanager Heiko Appelbaum möchte der bundesweit erste Stadtretter-Botschafter werden. Foto: Citymanagement Paderborn

Die Initiative „die Stadtretter“ wurde im Sommer 2020 gegründet und vereint derzeit knapp 1000 Städte, Gemeinden und Unterstützer im Netzwerk. Die Geschäftsführung der mittlerweile als GmbH mit Sitz im hessischen Hanau notierten Stadtretter haben Ariane Breuer und Stefan Müller-Schleipen inne. In der Initiative sind Menschen mit unterschiedlicher Expertise und das Knowhow aus diversen Tätigkeitsbereichen vereint.

Seit dem Sommer 2020 ist der Paderborner Citymanager Heiko Appelbaum aktives Mitglied bei den Stadtrettern und sieht in dem Netzwerk „einen außergewöhnlichen Wissenspool, der Macherinnen und Macher vereint, die alle fest an die Zukunft unserer Innenstädte und Ortszentren glauben.“ In den vergangenen Monaten konzentrierten sich die Aktivitäten der Stadtretter auf den digitalen Austausch zu verschiedenen Themen, wie Leerstandsmanagement und Citylogistik.

Vorschlag aus Paderborn

Im kommenden Jahr könnte die Initiative in den Innenstädten selbst sichtbarer werden. „Wir stellen und vor, dass wir Stadtretter-Botschaften initiieren, in denen innenstadtrelevante Themen von Expertinnen und Experten in die Öffentlichkeit transferiert werden“, sagt Stefan Müller-Schleipen. Er greift damit einen Vorschlag aus Paderborn auf. „Wir möchten hier in Ostwestfalen gerne die erste Stadtretter-Botschaft gründen und das wichtige Thema Innenstadtentwicklung aktiv in die interessierte Bevölkerung tragen“, sagt Heiko Appelbaum.

Auch Ariane Breuer unterstützt die Idee: „In unserem Netzwerk gibt es so viele unterschiedliche Kompetenzen, die wir weiter vernetzen wollen. Da ist der dezentrale Ansatz mit bundesweit agierenden Botschaften sehr perspektivreich.“

Pilotprojekt mitten in Deutschland

Paderborn eigne sich als Pilotprojekt auch aufgrund der Lage mitten in Deutschland bestens.
Wie die Stadtretter-Botschaft konkret agieren könnte, wird in den kommenden Wochen gemeinsam ausgearbeitet. Regelmäßige Seminare in Präsenz, Workshops und Treffen von Expertinnen und Experten sind denkbar. „Wichtig ist, dass wir die Transformation der Innenstädte gemeinsam thematisieren und ganz im Sinne des Netzwerkes stadtübergreifend agieren“, sagt Heiko Appelbaum.

Neben kommunalen Vertreterinnen und Vertretern sind auch Unternehmen in dem Netzwerk aktiv; sie bringen mögliche Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen mit ein und geben Einblicke in die Praxis. Wenn alle Weichen gestellt sind, könnte 2022 in Paderborn die erste Stadtretter-Botschaft ihre Türen öffnen – und das Engagement der Netzwerkenden aktiv in die Öffentlichkeit tragen.