ECC KÖLN zu steigenden Preisen: Besonders stationärer Handel betroffen

Die Lebenshaltungskosten sind zuletzt stark angestiegen. Symbolbild: Pixabay / Gerd Altmann

Der Trend Check Handel des ECC KÖLN beleuchtet die Auswirkungen der anhaltenden Preissteigerungen. So plant die Mehrheit der Konsumenten in Deutschland, ihr Ausgabeverhalten zurückzufahren – das gilt für verschiedene Produkte branchenübergreifend. Zugunsten eines niedrigeren Preises würde sogar eine längere Lieferzeit akzeptiert werden.

Steigende Inflationsraten, Abwärtstrend der Konjunktur, höhere Preise – die Lebenshaltungskosten sind in den vergangenen Wochen und verstärkt seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine stark angestiegen. Der Trend Check Handel des ECC in Zusammenarbeit mit Salesforce kommt zum Ergebnis, dass knapp zwei Drittel der Konsumierenden ihre Ausgaben aufgrund der gestiegenen Preise aktuell reduzieren. Betroffen sind alle Handelsbranchen und insbesondere der stationäre Handel, da viele Konsumenten nun vermehrt online einkaufen, um Preise besser vergleichen zu können. Darüber hinaus at der Handel nach wie vor mit längeren Lieferzeiten zu kämpfen – diese würden eine Mehrheit der Konsumenten (61 Prozent) für einen geringeren Preis akzeptieren.

 

Ausgaben werden reduziert

24 Prozent der befragten Konsumenten haben ihre Ausgaben in den vergangenen Wochen aufgrund der gestiegenen Preise bereits reduziert. Eine Mehrheit von 40 Prozent gab in der Befragung Mitte April an, aktuell anstehende Ausgaben herunterzufahren. Damit wird die Mehrheit der Bevölkerung (64 Prozent) in der nächsten Zeit mehr sparen. Betroffen ist dabei bei rund jedem Zweiten auch der Sommerurlaub.

Viele Branchen betroffen

Ein reduziertes Ausgabeverhalten der Konsumenten wird sich laut ECC KÖLN branchenübergreifend bemerkbar machen. So planen 35 Prozent der Befragten, in nächster Zeit weniger Geld im Bereich Wohnen und Einrichten sowie für elektrische Produkte und Computer samt Zubehör auszugeben. Knapp dahinter folgen Ausgaben rund um Fashion (34 Prozent), Freizeit (33 Prozent) und Heimwerken (31 Prozent) sowie Autokäufe (29 Prozent). Um gezielter sparen zu können, kaut rund ein Drittel der Konsumenten wegen der Vergleichsmöglichkeiten mehr online ein.

Preis vs. schnelle Lieferung

Lange Lieferzeiten sind seit Ausbruch der Coronakrise und den gestörten Lieferketten in vielen Branchen ein stetiges Problem geworden – wünschen sich Konsumenten doch eigentlich eine möglichst schnelle Lieferung. In Anbetracht steigender Preise würden viele aber Zugeständnisse machen. So würden 82 Prozent der Befragten eine Lieferzeit von zwei Wochen akzeptieren, sollte das Produkt so um die Hälfte günstiger werden. Eine kleinere Preisreduktion von rund 20 Prozent würde rund jeder Zweite in Kauf nehmen.