UFA Fiction erzählt die bewegte Geschichte des Berliner Kult-Kaufhauses

Das Kaufhaus des Westens – kurz KaDeWe – wird zum Motiv eines von der UFA Fiction realisierten Mehrteilers. Foto: KaDeWe / OMA_4
Das berühmte Kaufhaus 1943 schwer getroffen und teilweise zerstört. Foto: KaDeWe

Eine „Strahlkraft weit über die Grenzen Deutschlands hinaus" bescheinigt die Produktionsfirma UFA Fiction dem KaDeWe – und hat sich jetzt die exklusiven Rechte zu einem Mehrteiler rund um das berühmte Kaufhaus gesichert.

Kaum ein Haus sei unmittelbarer mit dem Stadtbild und gesellschaftlichen Leben in Berlin verbunden als das 1905 gegründete Kaufhaus des Westens, so das Film-Unternehmen - ein Magnet für Berliner und Menschen aus aller Welt. UFA-Fiction-Geschäftsführer und Produzent Benjamin Benedict plant nun in Zusammenarbeit mit dem Traditionshaus eine Verfilmung dessen Historie.

Schon immer erzählenswert

„Die Geschichte des KaDeWe und Geschichten aus dem KaDeWe fanden wir schon immer erzählenswert“, nimmt das Kaufhaus Stellung. „Dass die UFA Fiction diese Geschichten nun filmisch umsetzen möchte, freut uns außerordentlich. UFA Fiction hat mit vielen aktuellen Produktionen exzellentes Know-how gezeigt, nicht nur was die filmische Qualität angeht, sondern vor allem die Expertise, historische Zusammenhänge interessant und spannend zu erzählen. Wir sind sicher, dass die Bekanntheit des KaDeWe durch eine solche Produktion noch weiter über die Grenzen Berlins und auch Deutschlands getragen wird.“

 

Spiegel der Zeitgeschichte

UFA Fiction hatte bereits mit dem ARD-Sechsteiler „Charité“, dem ZDF-Dreiteiler „Ku‘damm 56“ und weiteren Berlin-Stoffen ein Stück Stadtgeschichte beleuchtet. Die 110-jährige Historie des KaDeWe stelle ein „zeitgeschichtliches Prisma dar, das die dramatischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts auffächert, bricht und  reflektiert“, so das Unternehmen. Und plant rund um das KaDeWe eine Serie über Menschen, ihre Lebensbedingungen, Hoffnungen und Träume, beeinflusst von großen historischen, politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen.

Kaufhaus als Ort der Begegnung

Benjamin Benedict: „Ich freue mich sehr, dass das KaDeWe uns das Vertrauen schenkt, seine reiche und bewegte Historie exklusiv zu verfilmen. Die großen Kaufhäuser waren seit jeher Orte der Utopie, der Weltoffenheit und zugleich Orte der Begegnung durch alle Schichten hindurch, wodurch sich großartige erzählerische Möglichkeiten ergeben. Mit der filmischen Reise in den Kosmos dieses einzigartigen Kaufhauses möchten wir auch heutige Generationen für eine Geschichte begeistern, die bis in unsere Zeit reicht und das Erbe des KaDeWe bewahrt. Im Kaufhaus des Westens verdichtet sich die Geschichte Deutschlands durch die Jahrzehnte – von der Gründung durch den jüdischen Geschäftsmann Adolf Jandorf in der Kaiserzeit über die Arisierung durch die Nazis, die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, den erfolgreichen Wiederaufbau im Nachkriegsdeutschland über die Symbolkraft des freien Westens während des Kalten Krieges bis heute – ein Unikat, das wie nur wenige Plätze in Berlin die Veränderung der Stadt zu einer internationalen Metropole widerspiegelt.“

Wann und mit welchen Darstellern die Serie realisiert wird, steht noch nicht fest.