IFH KÖLN zu alternativen Servicekanälen

Per Live-Stream zu shoppen, schätzt das IFH KÖLN als möglichen Zukunftstrend vor allem bei Jüngeren ein- Symbolbild: Pexels/ Liza Summer

Während stationäre Geschäfte nach wie vor weitestgehend geschlossen sind, rücken alternative Servicekanäle hin zu den Kundinnen und Kunden immer mehr in den Fokus. Neben Click & Collect und Click & Meet setzen einige Händler auch auf den interaktiven Service Live Shopping.

Das Konzept: Via Livestream werden Produkte präsentiert, die die Zuschauer*innen zeitgleich erwerben können. Ob dieser digitale Verkaufskanal den Kund*innen überhaupt schon ein Begriff ist und wie er genutzt und bewertet wird, untersucht der aktuelle Corona-Consumer-Check des IFH KÖLN.

Modell mit Innovationskraft

Fazit: Bekanntheit und Nutzung sind noch verhalten, jedoch überzeugt Live Shopping vor allem durch seine Innovationskraft. Eine Zukunftsperspektive sehen vor allem jüngere Nutzer*innen. Die Möglichkeit, online Produkte live einzukaufen, ist den meisten Konsument*innen (67 Prozent) noch nicht bekannt. Rund ein Drittel (30 Prozent) der Befragten kennt den digitalen Service Live Shopping – genutzt haben diesen jedoch gerade einmal vier Prozent. Leicht bessere Werte bei Bekanntheit (33 Prozent) und Nutzung (fünf Prozent) sind bei der jüngeren Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen zu verzeichnen.

 

Click & Collect am nützlichsten

Im Vergleich zu Click & Collect und Click & Meet zeigen sich die befragten Nutzer*innen vor allem von dem innovativen Gedanken des Live Shoppings überzeugt (36 Prozent). Auch wird der Service als ähnlich bequem wie Click & Collect und genauso zielführend wie Click & Meet wahrgenommen. Deutlich schlechter schneidet Live Shopping bei den Befragten in puncto Notwendigkeit und Nützlichkeit ab. Auffällig: Im Vergleich am nützlichsten wird in der aktuellen Situation Click & Collect bewertet

Zukunftspotenzial vor allem bei Jüngeren

26 Prozent der Befragten, denen Live Shopping ein Begriff ist, können sich aktuell vorstellen, Liveangebote auch nach der Coronakrise zu nutzen. Deutlich wahrscheinlicher ist das unter jüngeren Konsument*innen: Für 41 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, die schon einmal live gekauft haben oder den Service kennen, birgt Live Shopping Zukunftspotenzial. Aber: Altersübergreifend geben 47 Prozent der Kenner*innen und Nutzer*innen an, dass es unwahrscheinlich sei, dass sie nach der Krise weiter live shoppen.