Auswirkungen für den Einzelhandel: Kölner präsentieren Leitfaden und rücken das Thema in den Mittelpunkt eines Fachkongresses Ende November

Noch viel zu wenig E-Tankstellen gibt es an deutschen Handelsdestinationen.

Die Mobilität in Deutschland verändert sich. Die Elektromobilität in Deutschland wächst stetig und gewinnt zunehmend an Bedeutung aufgrund technologischer Weiterentwicklung, veränderten Verbraucherwünschen und neuen politischen Rahmenbedingungen. Mit der Initiative E-Mobilität im Handel greift das EHI Retail Institute gemeinsam mit seinen Partnern, das Thema Elektromobilität und Ladeinfrastruktur am Point-of-Sale auf. Es ist ein großer Programmpunkt am 27. und 28. November beim Kongress "Energiemanagement im Einzelhandel" in Köln. Außerdem hat das Institut einen Leitfaden zusammengestellt, der Händlern beim Aufbau von Ladeinfrastruktur als erste Entscheidungsgrundlage dienen und mögliche Strategieansätze und Chancen aufzeigen soll.  

 

Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Deutschland steigt stetig an. Laut der Liste der gemeldeten Ladepunkte der Bundesnetzagentur sind derzeit über 20.000 Ladepunkte öffentlich zugänglich (Stand 16. Oktober 2019). Ein ausgebautes Netz von Ladepunkten gilt als Voraussetzung für die flächendeckende Nutzung von Elektroautos.

Im August 2019 waren in Deutschland rund 200.000 E-Fahrzeuge zugelassen, davon sind ungefähr die Hälfte Plug-in-Hybride. Bereits 2020 wollte die Bundesregierung mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen sehen, dieses Ziel soll nun bis 2022 erreicht werden. Für 2030 rechnet man bereits mit zehn Millionen Elektrofahrzeugen. 

Es zeichnet sich eine zunehmende Elektrifizierung des Straßenverkehrs ab, was den Bedarf an einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur bedeutet. Neben der Garage zu Hause oder am Arbeitsplatz werden auch im öffentlichen Raum Ladepunkte benötigt. Aufgaben, die uns vor planerischen Herausforderungen stellen. Je besser die Ladeinfrastruktur dimensioniert wird, desto profitabler kann sie sein und desto schneller kann demnach die Elektrifizierung stattfinden. Sharing-Konzepte wie z.B. Carsharing oder das Ridesharing (organisiertes gemeinsames Fahren) können das Verkehrsaufkommen erheblich beeinflussen.

Der Handel mit seinen Parkplätzen wird das zukünftige Mobilitätssystem und die Ladeinfrastruktur dabei mitgestalten. Alle neuen Nichtwohngebäude sowie Nichtwohngebäude, die einer größeren Renovierung unterzogen werden und dabei über mehr als zehn Stellplätze verfügen müssen nach der Richtlinie (EU) 2018/844 – Gebäudeeffizienzrichtlinie mindestens einen Ladepunkt für Elektromobilität errichten. Somit werden auch Handelsunternehmen, die oft auch an gut erreichbaren über Parkräume verfügen, für den Ausbau der Elektromobilität bzw. den Aufbau einer Ladeinfrastruktur mit eingebunden. Damit kann der Handel mit seinen Stellplätzen zu einer der Schlüsselrollen für das Gelingen der Mobilitätswende werden und dabei neue Geschäftsbereiche entwickeln.

 

Das EHI Institut hat dem Thema "E-Mobilitä" bei seinem Fachkongress Ende November in Köln viel räum gegeben und ein interessantes Program mit Vorträgen und Diskussionen zusammengestellt. Einzelheiten erfahren Sie unter https://www.energiekongress.com/programm-02.

Erstellt von TMÜ