Schreiben an Scholz und Altmaier für temporäre Maßnahmen

Der Bundesverband der Systemgastronomie kämpft in der Krise für seine Unternehmen. Symbolbild: BdS
BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante. Foto: BdS

Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) hat in einem Schreiben an Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Einführung eines temporär reduzierten Mehrwertsteuersatzes von sieben Prozent gefordert.

„Das ist eine zielführende Maßnahme, um die besonders hart getroffene Branche und die vielen mittelständischen Unternehmen in der Systemgastronomie in und nach der Krise zu unterstützen“, so BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante.

Baldige Nachbesserung erwünscht

Außerdem bekräftigte der BdS erneut seine Forderung, die Mittelstandslücke zu schließen. Zwar seien schon Erleichterungen und Anpassungen erfolgt, die auch Anerkennung und Dank verdienten, jedoch sei das Problem der Zuschüsse und dass Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern durch das Raster fallen, noch immer nicht gelöst. Hier brauche es eine baldige Nachbesserung und Ausweitung der Zuschussberechtigung auf Unternehmen bis 249 Mitarbeitern.

 

Expertengremium Gastronomie

Darüber hinaus sei ein konkreter Plan für den so genannten Wiedereinstieg notwendig. Belegante schlägt beispielsweise die Einberufung eines „Expertengremiums Gastronomie“ vor, um mit Verbänden und Politik einen gangbaren, absehbaren und planbaren Weg aus der Krise für die Gastronomie aufzuzeigen.

Für die entgangenen Umsätze in den vergangenen Wochen, und auch um Licht am Ende des aktuell sehr dunklen Tunnels sehen zu können, benötige die Branche einen Entschädigungsfonds. „Das alles sind wichtige Bausteine, um Unternehmen zu sichern, die Vielfalt der Branche sowie Arbeitsplätze zu erhalten“, sagt Belegante mit Nachdruck.