Weiterentwicklung des Berliner Mixed-use-Objektes geplant

Im Jubiläumsjahr bricht das Berliner Sony Center in die Zukunft auf. Foto: Oxford Properties

Am 14. Juni 2000 wurde das Sony Center – gebaut nach Entwürfen des deutsch-amerikanischen Stararchitekten Helmut Jahn – eröffnet. Dank seiner futuristischen Architektur, des offenen Designs und der Nutzung natürlicher Ressourcen wie Licht und Luft ist das Sony Center ein Sinnbild für die Kultur des Wandels in Berlin – und längst ein international bekanntes Wahrzeichen der Hauptstadt.

Das Sony Center wurde als zukunftsweisender Gebäudekomplex eröffnet, der Arbeiten, Wohnen, Entertainment und Einzelhandel unter einem Dach vereint. Heute ist es mit seiner spektakulären, lichtdurchfluteten Dachkonstruktion und dank vielfältiger Kulturangebote sowie hochmoderner Büroflächen in der Hauptstadt bestens etabliert.

Es ist das Verdienst Helmut Jahns, dass der Entwurf des Sony Centers sich sehr gut in Berlins Mitte und den Potsdamer Platz einfügt, den städtebaulichen Anforderungen entspricht und dem Gebäudeensemble ein künstlerisches Antlitz verleiht. Das Hauptmerkmal des Entwurfs von Helmut Jahn ist die ovale Form des überdachten, lichterfüllten Forums, die dessen großzügige Freifläche perfekt zur Geltung bringt.

Kontinuierliche Transformation

Wie schon so oft in seiner ereignisreichen Historie hat der Potsdamer Platz seit der Jahrtausendwende einen radikalen Wandel vollzogen und sich seither zu einem der wichtigsten Geschäftsviertel Berlins entwickelt. Das Sony Center ist Teil dieses Wandels und steht symbolisch für die Transformation der Nutzung von Immobilien.

Heute ist das Sony Center ein Ort mitten im Leben der Stadt Berlin. Der 113.000 Quadratmeter große Gebäudekomplex, in dessen Zentrum sich das Forum unter dem 67 Meter hohen Dach befindet, erstreckt sich auf knapp sechs Hektar. Zu den acht Einzelgebäuden gehören unter anderen der Bahntower, 85.000 Quadratmeter Bürofläche, 20.000 Quadratmeter Einzelhandels- und Freizeitfläche sowie 67 Wohneinheiten. Jährlich zieht das Sony Center rund 7,1 Millionen Besucher an, die neben der Architektur das vielfältige Kulturangebot von Ausstellungen aufstrebender Künstler über Street Food Markets bis hin zu Networking-Events genießen.

 

Wege in die Zukunft

„Mir war immer wichtig, dass meine Architektur zeitlos ist. Denn für mich bemisst sich der Wert eines Gebäudes letztlich in seiner langfristigen Nutzung. Insofern ist das Sony Center ein wertvolles Gebäude. Aber auch eine gut genutzte Immobilie muss sich entwickeln und an veränderte Bedürfnisse anpassen – das umfasst neben der neuen Arbeitswelt auch Bereiche wie Gastronomie, Kunst oder Kultur. Ich höre daher nie auf, über die mögliche Weiterentwicklung meiner Architektur nachzudenken – das gilt auch für das Sony Center“, erklärt Helmut Jahn.

In den kommenden Jahren soll das Sony Center weiterentwickelt werden. Im Oktober 2017 erwarb die Oxford Properties Group zusammen mit Madison International Realty das Sony Center. „Wir sind stolz, diese architektonische Ikone in unserem Portfolio zu haben“, sagt Abigail Shapiro, Head of Germany bei der Oxford Properties Group. „Damit das Sony Center diesen Ikonenstatus bewahren kann, wollen wir an die Tradition des kontinuierlichen Wandels an diesem Ort anknüpfen und notwendige Veränderungen in Angriff nehmen und in die Zukunft und Nachhaltigkeit dieser erstklassigen Immobilie investieren. Wir möchten das Sony Center zur attraktivsten Immobilie Deutschlands machen, die alle Anforderungen der modernen Arbeitswelt erfüllt und für internationale Talente, innovative Unternehmen, Berliner und andere neugierige Besucher gleichermaßen anziehend ist.“

What’s next, Berlin?

Als Impulsgeber und Orientierung dient das Stadtentwicklungskonzept „BerlinStrategie 2030“ (Berlin 2030), das einen zentralen Beitrag zur Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit der Stadt leisten soll. „Das Quartier um das Sony Center entwickelt sich zu einem der aufregendsten Kulturorte Deutschlands“, ergänzt Abigail Shapiro. „Als Eigentümer des Centers sehen wir uns als Teil der Community, die vom Reichstag bis zum Kulturforum reicht. Wir wollen diesen Teil der Stadt gemeinsam mit unseren Nachbarn und Partnern aus Kultur, Politik und Wirtschaft aktiv fördern und in eine neue Ära führen.“

Wie diese Zukunft aussehen könnte, soll in dem Podcast „What’s next, Berlin?“ veranschaulicht werden, den das Sony Center gemeinsam mit dem Berliner Medienhaus Mit Vergnügen anlässlich des 20. Jubiläums veröffentlichen wird. In fünf vom Berliner Coworking Pionier Ansgar Oberholz moderierten Folgen gehen ab 16. Juni 2020 Denker und Trendsetter wie Ex-Staatssekretär für Kultur und Motor FM-Gründer Tim Renner der Frage nach, in welche Richtung sich die Stadt Berlin in all ihren verschiedenen Facetten entwickeln muss, um innovativ zu bleiben. Den Anfang macht die deutsch-amerikanische Kuratorin und Galeristin Yasha Young, die 2017 in Berlin das Urban Nation Museum for Urban Contemporary Art gründete und bis Ende 2019 als dessen Direktorin fungierte. In einem Video-Format des Podcast, einem sogenannten Vodcast, wird Yasha Young mit Ansgar Oberholz den Einfluss von Kunst auf die Stadtentwicklung erörtern.