Redevco-Verbraucherstudie: Genießen statt kaufen – Kunden legen mehr und mehr Wert auf das genüssliche Erleben, das Top-Einzelhandelsstandorte bieten

Erlebnisshopping wird immer gefragter: Rein ins Center-Getümmel und dann einfach nur staunen.

Das Internet entwickelt sich zu einer treibenden Kraft bei der zunehmenden Polarisierung des Einzelhandelsmarktes zwischen Convenience- und Erlebnis-Shopping und trägt entscheidend zu einer Konsumhaltung bei, die immer größere Auswirkungen auf den Handel wie auf Investoren hat. Dies besagt eine groß angelegte Umfrage des Einzelhandelsimmobilien-Spezialisten Redevco unter annähernd 14.000 Konsumenten in sechs europäischen Ländern. Durch die fortschreitende Konvergenz zwischen der virtuellen Realität des Online- und des stationären Handels bleibt mehr Zeit bspw. für Freizeitaktivitäten oder Essen in erstklassigen Einkaufslagen. Bei ihrem Einkaufsbummel legen Kunden mehr und mehr Wert auf das genüssliche Erleben, das Top-Einzelhandelsstandorte bieten, während das eigentliche Kaufen zunehmend online erledigt wird.

 

„Wie wir im Rahmen unserer Befragung erfahren haben, bereiten sich die Konsumenten im Internet aktiv auf ihre Einkaufstouren vor – und was sie an den beiden großen Retail-Trends unserer Zeit besonders schätzen, nämlich Erlebnis- und Bedarfs-Shopping, wird online weiter verstärkt“, erläutert Marrit Laning, Head of Research & Strategy bei Redevco. „Zwar scheinen die zugrunde liegenden psychologischen Muster der beiden Möglichkeiten einzukaufen sehr unterschiedlich zu sein, aber je besser Einzelhändler und Immobilieninvestoren diese verstehen und adressieren, desto erfolgreicher werden sie sein.“

Ein immer nahtloseres Online-Einkaufserlebnis stellt eine echte Alternative zu Convenience-Shopping dar. Gleichzeitig führt der Zugang zu umfassenden Informationen dazu, dass Kunden gut vorbereitet in den stationären Einzelhandel kommen und sich daher weniger Druck ausgesetzt fühlen, ihre Einkäufe dann und dort zu tätigen. Dies hat zur Folge, dass sich der Schwerpunkt eines herkömmlichen Einkaufsbummels von der tatsächlichen Kaufhandlung in Richtung sozialer Interaktion, wie z. B. Essen oder Freizeit ganz allgemein, verschoben hat. Städte mit einem lebenswerten Umfeld sowie einem breiten Kultur- und Unterhaltungsangebot setzen sich daher klar durch gegen jene, die in diesen Bereichen schlechter aufgestellt sind.

Die Redevco-Studie lässt darüber hinaus klare Altersgruppen-spezifische Muster erkennen: Während die meisten Altersstufen gleichermaßen zu Erlebnis- und Convenience-Shop­ping ten­dieren, ist das Genuss-gesteuerte Einkaufen eher für junge Konsumenten von Relevanz. Je älter die heutigen „Experience-Jäger“ werden, desto beherrschender werden hochwertige, abwechslungsreiche Einkaufsumfelder sein – wodurch erstklassige Einzelhandels-Kernmärkte einen noch höheren Stellenwert erhalten.

 

„Es ist eine Tatsache, dass Konsumenten immer anspruchsvoller werden in Bezug auf Einkaufsstätten und deren Umfeld“, so Laning weiter. „Daher müssen wir sicherstellen, dass unsere Investitionsentscheidungen diesen Ansprüchen auf ganzheitliche Weise gerecht werden und dabei auch lokale Trends und die relative Attraktivität einer Stadt als Einzelhandelsstandort berücksichtigen.“