Neue EHI-Untersuchung beleuchtet Segment für Global Blue

Touristen shoppen gern im deutschen Einzelhandel. Symbolbild: Pixabay / Free-Photos

Deutschland ist bei ausländischen Touristen ein beliebtes Reiseziel – nicht zuletzt wegen der guten Einkaufsmöglichkeiten. Das geht aus einer Untersuchung des EHI Retail Institutes im Auftrag von Global Blue hervor.

Jedes Jahr zieht es Reisende aus aller Herren Länder in die Shopping-Paläste deutscher Städte. In den vergangenen zehn Jahren hat sich deren Zahl fast um die Hälfte vergrößert. Bei den Nicht-EU-Touristen, die in den Genuss von Tax-Free-Shopping kommen, beträgt das Wachstum sogar 75 Prozent, so die Studie „Shopping-Tourismus“.

Global Blue hat das Konzept des Tax-Free-Shoppings vor 37 Jahren erfunden. Als weltweiter Marktführer in diesem Geschäftsbereich steigert das Unternehmen das Einkaufserlebnis für Globe-Shopper und sorgt für profitable Geschäftstransaktionen zwischen Einzelhändlern und ihren ausländischen Kunden.

Reisende suchen Erlebnisse

„Gerade kleinere stationäre Einzelhändler kämpfen gegen Online-Riesen. Großes Potenzial haben in diesem Zusammenhang internationale Shopping-Touristen. Sie suchen auf ihren Reisen vor allem Erlebnisse, die sie zuhause und online nicht erfahren können“, sagt Jürgen Strobl, Managing Director Global Blue Deutschland GmbH. „In unserer Studie zeigen wir, wo Potenziale liegen und mit welchen Maßnahmen Einzelhändler Shopping-Touristen erreichen und begeistern.“

 

Anzahl steigt und steigt

In 2008 freuten sich deutsche Händler über 15,7 Millionen ausländischer Touristen. Zehn Jahre später ist diese Zahl bereits um 45 Prozent auf 22,9 Millionen gestiegen. Die Anzahl der Nicht-EU-Touristen und damit Tax-Free-Shopper ist im selben Zeitraum um 75 Prozent auf 16,1 Millionen. angewachsen. Dementsprechend ist der Umsatz mit Tax-Free-Einkäufe von knapp einer auf fast 2,6 Milliarden Euro pro Jahr gestiegen – Wachstumsraten, die für den Einzelhandel insgesamt in Deutschland geradezu paradiesisch sind. Eine Besonderheit stellt das Jahr 2015 dar. Durch verschärfte Importzölle in China war es zu Vorwegnahme-Effekten gekommen, die dem deutschen Handel die Rekordsumme von 3,6 Milliarden Euro für Tax-Free-Einkäufe in die Kassen spülte.

Konsumfreude und Konzentration

Die konsumfreudigen Chinesen stellen mit einem Anteil von 40,8 Prozent an den Tax-Free-Umsätzen in Deutschland die wichtigste Gruppe der Shopping-Touristen dar. Es folgen Russland mit zwölf Prozent und die Golfstaaten mit 10,9 Prozent.

Die Shopping-Touristen zieht es hauptsächlich in die deutschen Metropolen München, Berlin und Frankfurt. Diese Städte vereinen mehr als 50 Prozent der Umsätze auf sich. Die wichtigsten Warengruppen sind Uhren und Schmuck sowie Mode, die zusammen mehr als 80 Prozent des Umsatzes ausmachen. Soziale Medien wie Facebook, Instagram oder WeChat zeigen besonders der jungen Generation zunehmend, dass Shopping mehr als Markenluxus ist, und stellen den Erlebniswert in den Vordergrund – eine Chance für breitere Händlergruppen, am Potenzial des Tax-Free-Shoppings zu partizipieren.