Studie von CBRE sieht Rückgang um ca. vier Prozent – in Russland sieht’s noch am besten aus

Russland liegt in Punkto Neuerrichtung von Shoppping Centern innerhalb Europas vorn. Hier der Avia-Park, das größte Einkaufszentrum des Landes. Foto: MK

Laut einer aktuellen Studie des Immobiliendienstleisters CBRE hat die Realisierung von Shopping Centern in Europa während der ersten sechs Monate dieses Jahres abgenommen. So ist die  fertiggestellte Fläche an neuen Centern um vier Prozent auf 1,3 Millionen Quadratmeter gesunken. Zwar befinden sich weitere 9,4 Millionen Quadratmeter Fläche noch aktuell in der Entwicklung, doch die sind innerhalb der europäischen Regionen sehr unterschiedlich verteilt.

 

Mehr passiert im Osten, speziell in Russland (2,64 Millionen Quadratmeter) und in der Türkei (2,22 Millionen Quadratmeter), wobei die Center-Entwicklung auch dort eher schon wieder aufgrund von Marktsättigung abzunehmen scheint. Hier wird es wohl nach Einschätzung der CBRE-Experten zukünftig, wie in Deutschland, eher um Revitaliserungsmaßnahmen gehen.

 

Enttäuschend präsentiert sich die Center-Realisierung im Westen Europas. Noch einigermaßen befriedigend sind die Verhältnisse in Großbritannien (441.400 qm) Frankreich (440.700 qm) und Italien (425.700 qm), aber Deutschland fällt dagegen mit nur 126.800 Quadratmeter ziemlich stark ab. Selbst unsere holländischen und tschechischen Nachbarn liegen in der Statistik noch vor uns. CBRE sieht die Gründe dafür primär in schwierigeren Rahmenbedingungen, die für Deutschland im Vergleich zu besser abschneidenden europäischen Nationen gelten. Zum Beispiel knallharte Flächen- und Sortimentsbeschränkungen. Außerdem seien in Deutschland  Städte oder Verdichtungsräume, anders als in anderen Ländern, auf mehrere Stadt- und Stadtteilzentren ausgerichtet.