Im Handel sind mehr als 60.000 neue Jobs entstanden. Darauf verweist der HDE und beruft sich auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind im Einzelhandel zuletzt viele neue Jobs entstanden. Foto: Bundesagentur für Arbeit

Der Einzelhandel hat auch im vergangenen Jahr weiter Beschäftigung aufgebaut: Mehr als 60.000 neue sozialversicherungspflichtige Jobs sind dabei entstanden. „Der Arbeitsmarkt bei den Handelsunternehmen ist stabil. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt weiter“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

 

Der Handelsverband Deutschland (HDE) verweist auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die zum Stichtag 30. September 2015 erhoben worden sind. Demnach arbeiteten in der Branche im vergangenen September insgesamt 27.000 Menschen mehr als im Vorjahr. Die Daten der Bundesagentur machten deutlich, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen um 63.000 gestiegen und die der Minijobs gleichzeitig um 36.000 gefallen sei.

Nicht durch Minijobs verdrängt

„In den letzten vier Jahren ist die Zahl der Minijobs im Einzelhandel um über 100.000 zurückgegangen. Der Trend geht eindeutig in Richtung Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung“, so Genth weiter. Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Handel würden folglich nicht durch Minijobs verdrängt. Minijobs federten vor allem die Spitzenbelastungen ab.

Für das laufende Jahr hatte eine HDE-Umfrage im April ergeben, dass mehr als drei Viertel der Unternehmen mit einer konstanten Zahl von Mitarbeitern rechnen. Je rund zehn Prozent der Befragten erwarteten je Aufbau neuer Jobs, beziehungsweise einen Stellenabbau.

Millionen Menschen im Einzelhandel tätig

 

Insgesamt sind nach HDE-Zahlen im Einzelhandel rund drei Millionen Menschen tätig. Indem der Handel Produkte und Dienstleistungen anderer Branchen in Anspruch nehme, sichere er dort indirekt weitere 1,4 Millionen Arbeitsplätze.