Unterwegs einzukaufen steigt in der Beliebtheit. Bei jungen Verbrauchern gehört es längst zum Alltag.

Laut einer Verbraucherbefragung des bevh nimmt Mobile Shopping immer weiter zu. Foto: JESHOOTS / pixabay

Mobiles Shopping liegt bei den Deutschen im Trend. Umso jünger, technik-affiner und gebildeter die Menschen sind, desto häufiger nutzen sie ihr Smartphone zum Einkauf unterwegs. Das geht aus den Ergebnissen, der am Montag veröffentlichten Verbraucherbefragung des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und der Creditreform Boniversum GmbH hervor.

Für die repräsentative Erhebung hat der Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und der Creditreform Boniversum GmbH das sechste Jahr in Folge über 1.000 Personen zu ihrer Nutzung von Smartphones und Tablets für Einkauf und Bezahlung im Internet befragt. Erhebungszeitraum war das Frühjahr 2016.

69 Prozent nutzen Mobile Shopping

Die Zahl der Menschen, die ihr Smartphone und Tablet zum mobilen Einkauf nutzen, stieg dieses Jahr weiter an – im Vergleich zu den Vorjahren fiel das Wachstum aber verhältnismäßig gering aus. Dennoch: Aktuell geben 69 Prozent der Befragten an, ihre Einkäufe mobil zu erledigen. Das ist ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zu 2015, wo der Wert bei der Verbraucherbefragung des bevh bei 64 Prozent lag.

Unterschiede gibt es nach wie vor bei Männern und Frauen. Sie gleichen sich aber immer mehr an. Männer nutzen mittlerweile zu 70 Prozent das Smartphone für Mobile Shopping. Sind es jüngere und bildungsnähere Verbraucher sowie Gutverdiener, dann liegt der Wert sogar bei 73 Prozent. Der Anteil der Männer ist in der Verbraucherbefragung im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent gestiegen.

 

Anteil der Frauen nimmt stark zu

Deutlich stärker ist die Nutzungsquote beim Mobile Shopping bei den Frauen gestiegen. Sie nahm um sechs Prozent zu und liegt nun bei 67 Prozent. Bei den Normalverdienern kommen die Frauen auf aktuell 69 Prozent.

Nach wie vor sind Mobile Shopping-Nutzer sehr stark in der Altersgruppe zwischen 18 und 39 Jahren vertreten. Bei 84 Prozent gehört der mobile Einkauf längst zum Alltag. Bei Menschen, die älter als 40 Jahre sind, hat die Nutzungsquote dieses Jahr 59 Prozent erreicht – das ist laut dem bevh ein neuer Höchstwert.

 

Händler mit Mobile Commerce-Angeboten

„Immer mehr Händler haben speziell auf Mobile Commerce zugeschnittene Angebote“, sagt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh. „Elektronische Kundenkarten auf dem Handy, Shopping-Apps und Mobile-Payment-Lösungen bringen auch immer mehr Kunden dazu, den Einkauf über das Smartphone von unterwegs oder das Tablet bequem zwischendurch zu erledigen. Vermeintliche Hindernisse, wie die kleinen Mobile-Bildschirme oder Ladezeiten für mobile Seiten verlieren offensichtlich an Bedeutung.“

Dementsprechend gewinnen die Mobile-Payment-Dienstleister in diesem Jahr weiter an Akzeptanz. Der Wert stieg um drei Prozent auf 51 Prozent. Im Vergangenen Jahr hatte die Nutzungsquote hier noch leicht abgenommen. Traditionelle Bezahlwege hingegen stagnieren in der Gunst der Verbraucher. Mit 38 Prozent hat sich der Wert gegenüber dem vergangenen Jahr nicht verändert.

„Mobile Payment hat sich mittlerweile in allen Altersklassen und gesellschaftlichen Schichten etabliert“, sagt Ralf Zirbes, Geschäftsführer Boniversum: „Kreditkarte und Kauf auf Rechnung erfreuen sich dennoch konstant hoher Beliebtheit“. Ralf Zirbes empfihelt daher: „Laut unserer Verbraucherumfrage sind Online-Händler weiterhin gut beraten, eine breite Palette an modernen wie auch traditionellen Bezahlarten anzubieten, um ein breites Kundenpotenzial anzusprechen.“