Lünendonk bringt Studie zur Fremdvergabe von Facility Services raus. Das Ergebnis: Finanzdienstleister und IT-Firmen sind bei Service-Bündelung top.

Jörg Hossenfelder ist Geschäftsführender Gesellschafter bei Lünendonk. Das Unternehmen veröffentlichten nun eine Studie zum Bereich der Facility Services. Foto: Lünendonk.

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk legt eine systematische Untersuchung
der Fremdvergabequoten von Facility Services (FS) in Deutschland vor.

Demnach haben die 83 analysierten Großunternehmen und Konzerne aus den Branchen Banken und Versicherungen, Handel, IKT, Industrie, Flughäfen/Logistik und Krankenhäuser im Durchschnitt 90 Prozent der Sicherheitsdienstleistungen und des Caterings an externe FS-Dienstleister vergeben.

Fremdvergabeanteil liegt bei 70 Prozent

Mit jeweils rund 70 Prozent Fremdvergabeanteil sind bei den technischen Services die Gebäudetechnik und der (Klein-)Anlagenbau am stärksten fremdvergeben. Sowohl bei den infrastrukturellen als auch den technischen Gebäudedienstleistungen sehen die Unternehmen noch signifikantes Fremdvergabepotenzial. Zurückhaltend zeigen sich die befragten Nutzer beim kaufmännischen Gebäudemanagement und der Dienstleistersteuerung. Die Ergebnisse der neuen Analyse stehen ab sofort kostenfrei zum Download bereit.

 

Die Ergebnisse der Erhebung liefern aktuelles Zahlenmaterial zu einem der zentralen Trends im deutschen Facility Management. Die stärkere Nachfrage nach gebündelten Services sorgt für Wachstum der FS-Anbieter. Indes
vergibt eine Mehrheit der Studienteilnehmer noch überwiegend nach Gewerk und Standort (60 Prozent). Werden die analysierten großen Krankenhäuser außen vorgelassen, sinkt dieser Anteil zugunsten einer standortübergreifenden Bündelung von Gewerken.

Großes Potenzial für weitere Konzentrationen

Viele Großunternehmen und Konzerne in Deutschland vergeben zunehmend mehr Leistungen gebündelt, es besteht jedoch noch großes Potenzial für weitere Konzentrationen. Mittelfristig planen die Studienteilnehmer eine stärkere Bündelung, viele sind aktuell bereits mit der Konsolidierung der erfolgten Fremdvergaben befasst. Sofern die Voraussetzungen stimmen, sehen nahezu alle Befragten Möglichkeiten für weitere Fremdvergaben.

 

Bei der Vergabe von Facility Services rücken Zuverlässigkeit, Qualität und Kompetenz sowie eine hohe Eigenleistung stärker in den Vordergrund, als dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Zahlreiche Nutzer sehen aktuell
Risiken bei der Vergabe an die preisgünstigsten Dienstleister und orientieren sich bereits in der Präqualifikation an Qualitätskriterien.

„Qualität und Konzepte gewinnen aktuell bei der Vergabe von Facility Services an Bedeutung“, resümiert Lünendonk-Berater und Studienautor Thomas Ball. „Aus der aktuellen Marktphase der Konsolidierung werden Anbieter gestärkt hervorgehen, die sich an den Kundenbedürfnissen orientieren, ein offenes Verhältnis mit ihren Kunden pflegen und die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent nutzen.“