Auf Platz zwei des Highstreet-Rankings folgt Schildergasse in Köln. BNP Paribas hat sich 89 Einkaufsstraßen angeschaut.

Die Kaufinger Straße in München bleibt die am stärksten besuchte Einkaufsstraße in Deutschland. Foto: pixabay / moerschy

Der Finanzdienstleister BNP Paribas Real Estate hat erneut die Frequenz auf 89 Einkaufsstraßen in Deutschland gemessen. Bei der Frequenzanalyse in 27 Städten belegt wie bereits im vergangenen Jahr die Kaufingerstraße in München den ersten Platz.

Mit 12.878 Personen pro Stunde ist sie die am stärksten frequentierte Einkaufsmeile Deutschlands. Damit belegt sie das vierte Jahr hintereinander die Führungsposition und unterstreicht erneut ihre hohe Anziehungskraft und Attraktivität. „Die Kaufingerstraße bleibt auch bei unserer diesjährigen Frequenzzählung das Maß aller Dinge“, Christoph Scharf, Geschäftsführer von BNP Paribas Real Estate Deutschland und Head of Retail Services.

München mit zwei Straßen vertreten

Auf dem zweiten Rang folgt die Kölner Schildergasse, die sich mit 11.248 Passanten um einen Platz verbessert und die Position mit der Neuhauser Straße mit 11.232 Personen getauscht hat. Damit schafft es die bayerische Landeshauptstadt erneut, zwei Einkaufsstraßen in den Top 3 zu platzieren. Vervollständigt wird das Führungsquintett von der Frankfurt Top-Lage Zeil auf Rang vier mit 10.315 Besuchern und der Hannoveraner Georgstraße, die auf 9.564 Passanten kommt. Damit belegen die auch bei der letzten Zählung am besten besuchten Retail-Lagen erneut die fünf ersten Plätze.

 

Auch auf den weiteren Rängen finden sich mit der Bahnhofsstraße in Hannover (9.301), dem Kölner Wallrafplatz (9.228) und der ebenfalls in der Domstadt gelegenen Hohe Straße (9.185) alte Bekannte wieder. Neu in die Top 10 aufgestiegen ist dagegen die Tauentzienstraße in Berlin, die es mit 7.870 gezählten Passanten auf Rang neun schafft. An zehnter Stelle platziert sich wie im Vorjahr der Dortmunder Westenhellweg mit einem Ergebnis von 7.693 Personen. Damit finden sich neun der letztjährigen Top-Platzierten auch 2016 in der Spitzenliga wieder.

Passantenfrequenz von vielen Faktoren abhängig

Lediglich die Theatinerstraße in München ist mit 7.634 Besuchern auf Rang 12 abgerutscht. Knapp verfehlt wurden die Top 10 von der Hamburger Mönckebergstraße, die sich mit 7.672 Passanten hauchdünn mit Rang 11 begnügen muss. „Auch wenn es natürlich viele Einflussfaktoren gibt, die zu Positionsverschiebungen und von Jahr zu Jahr unterschiedlichen Passantenfrequenzen führen, sei es nun das Wetter, Baustellen oder besondere Veranstaltungen, zeigen die Ergebnisse eindeutige Tendenzen und Hierarchien auf, aus der sich die Beliebtheit und Umsatzpotenziale der wichtigsten Straßenzüge ableiten lassen“, erklärt Christoph Scharf.

 

Wie eng es dabei zugeht, zeigt sich aber daran, dass auf den Plätzen 11 bis 20 viele bekannte Shoppingmeilen folgen, die ebenfalls zu den absoluten Premiumlagen in Deutschland gehören, bei denen das Ergebnis nur wenige hundert Personen auseinander liegt. Hierzu zählen beispielsweise die Prager Straße in Dresden (7.480), der Berliner Kurfürstendamm (6.918), die Stuttgarter Königstraße (6.758) und die Düsseldorfer Shopping-Boulevards Schadowstraße und Königsallee mit jeweils gut 6.600 Passanten.

Erstellt von David Huth