GfK Bevölkerungsstrukturdaten 2015 beschreiben die Bevölkerung und Haushalte in Deutschland. Die jüngste Stadt ist Heidelberg.

GfK Bevölkerungsstrukturdaten 2015 zeigen die Verteilung der Bevölkerung in Deutschland detailiert auf. Foto: geralt / pixabay
Die Studie zu den GfK Bevölkerungsstrukturdaten kann für alle deutschen Stadt- und Landkreise bezogen werden. Foto: GfK

Die Marktdaten der GfK sollen Unternehmen dabei helfen, objektiv Märkte, Umsätze und Standorte beurteilen zu können. Die aktuellen Bevölkerungsstrukturdaten 2015 des Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK zeigen dabei deutlich, welche die jüngsten und ältesten Städte Deutschlands sind.

Die jüngste Stadt ist baden-württembergischen Universitätsstadt Heidelberg. Dort sind 23 Prozent aller Haushalte junge Haushalte, deren Hauptverdiener 30 Jahre oder jünger ist. Im Durchschnitt gibt es mit 11,5 Prozent bundesweit nur halb so viele Haushalte, die zu dieser Altersklasse gehören.

Mehr als 20 Prozent junge Haushalte

Nach Heidelberg folgen Leipzig, Jena und Dresen. Auch in diesen Städten beträgt der Anteil junger Haushalte mehr als 20 Prozent. Dieser Haushaltstyp finde sich vor allem in Städten, in denen eine große Universität existiert. Der höchste Anteil an Senioren findet sich hingegen in ländlichen Gebieten – und hier sehr ausgeprägt im Osten Deutschlands.

 

Der höchste Anteil ist im Stadtkreis Suhl in Thüringen zu finden: Dort sind 46 Prozent aller Haushaltsvorstände 60 Jahre oder älter. Die Anteile bei den Senioren liegen dabei aber deutlich näher am Bundesdurchschnitt als die der jungen Haushalte. Die Abweichung ist im Stadtkreis Suhl mit dem 1,3-Fachen des Bundesdurchschnitts am höchsten. Exakt dem Bundesdurchschnitt entsprechen die Anteile in den Landkreisen Landkreis Miltenberg in Bayern sowie der Stadtkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz mit rund 36 Prozent.

 

Überdurchschnittlicher Anteil an Seniorenhaushalten

Rund 260 aller 402 Kreise in Deutschland weisen einen überdurchschnittlichen Anteil an Seniorenhaushalten auf. Ein überdurchschnittlicher Anteil junger Haushalte findet sich hingegen nur in knapp 100 deutschen Kreisen. „Junge Menschen wohnen also regional wesentlich selektiver und geballter“, schließt die GfK aus ihren Bevölkerungsstrukturdaten.

 

Bei den „GfK Bevölkerungsstrukturdaten“ handelt es sich um soziodemografische Daten auf verschiedenen regionalen Ebenen. Sie beschreiben Bevölkerung und Haushalte in Deutschland hinsichtlich ihrer Haushaltsstruktur (Ein- und Mehrpersonenhaushalte mit und ohne Kinder sowie Ausländerhaushalte), der Altersstruktur (Alter des Haushaltsvorstands) sowie der Einkommensstruktur (Unterscheidung von sieben Einkommensklassen). Daneben liegen auch Daten zur Bebauungsstruktur (Ein-, Zwei-, Mehrfamilienhäuser usw.) vor.

 

Daten für 2,6 Millionen Straßenabschnitte bei GfK 

Die Studie zu den GfK Bevölkerungsstrukturdaten kann für alle deutschen Stadt- und Landkreise, für alle Gemeinden und Postleitzahlgebiete sowie auf der Ebene der Straßen oder für 2,6 Millionen Straßenabschnitte bei GfK im Bereich Geomarketing bezogen werden.