Um das Garantiezinsversprechen zu halten setzen Versicherungen verstärkt auf Immobilien im Anlageportfolio.

Die Immobilienquote bei deutschen Versicherungen steigt. Foto: MichaelGaida / pixabay

Die Immobilienquote bei deutschen Versicherungen ist von 7,6 Prozent im Jahr 2015 auf aktuell 9,3 Prozent gestiegen. Das geht aus dem Real Estate Trendbarometer „Assekuranz 2016“ von EY Real Estate hervor. Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft setzen die Versicherungsunternehmen verstärkt auf Immobilien im Anlageportfolio, um ihr Garantiezinsversprechen zu halten.

Einzelhandelsimmobilie büßen Attraktivität ein

 

Der Trend soll sich dieses Jahr weiter fortsetzen – allerdings favorisieren die Versicherungen andere Immobilienklassen als in der Vergangenheit. Von den 30 befragten Versicherungsunternehmen aus Deutschland gaben 75 Prozent an, dass bei ihnen Büroimmobilien im Fokus stehen. 2015 waren es nur 35 Prozent. Einbußen müssen hingegen Einzelhandelsimmobilie hinnehmen, die lange hoch im Kurs bei den Versicherungen standen.

 

Im Vergleich zum Vorjahr hat zudem die Bedeutung von Core+- Objekten weiter zugenommen, die nun zur favorisierten Risikoklasse der Assekuranz aufgestiegen sind. Auch das Interesse an Value-Added-Investitionen ist stark gestiegen. „Mehrheitlich setzen Versicherungsunternehmen aber natürlich weiterhin auf sichere Immobilien“, sagt Dietmar Fischer, Partner bei EY Real Estate und verantwortlich für die Studie. „Aber die Schere schließt sich langsam, und zwar von oben.“ Das Interesse an sicherheitsorientierten Investments sei weiterhin hoch, jedoch geringer als im letzten Jahr.