Nach der Coronakrise Schuldenbremse einhalten

Experten des ifo Institutes haben sich für eine Senkung der Neuverschuldung ausgesprochen. Symbolbild: Pixabay

Die ifo-Forscher Klaus Gründler und Niklas Potrafke haben sich für eine Senkung der Neuverschuldung ausgesprochen, nachdem die Coronakrise überstanden ist.

„Die expansive Politik ist gegenwärtig unbestritten. Nach Überstehen der Krise muss die Neuverschuldung allerdings zurückgefahren und die Schuldenbremse eingehalten werden“, schrieben sie in einem Bericht für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Jüngster Sprung „besorgniserregend“

„Gegenwärtig rechnet das Bundesfinanzministerium damit, dass die Staatsverschuldung durch die getroffenen Maßnahmen noch in diesem Jahr auf 75 Prozent der Wirtschaftsleistung ansteigen wird“, schreiben Gründler und Potrafke weiter. „Dies bedeutet, dass die Anstrengungen der vergangenen sechs Jahre aufgebraucht werden. 75 Prozent waren es zuletzt 2014.“  Vor dem Hintergrund der ohnehin langfristig nur bedingt tragfähigen Staatsfinanzen sei der jüngste Sprung „besorgniserregend“.

 

Spielräume offen halten

Die Coronakrise zeige, wie unvermittelt Krisen auftreten könnten, die bei unzureichender Vorsorge volkswirtschaftlich nicht zu bewerkstelligen wären. Fiskalregeln wie die deutsche Schuldenbremse trügen dazu bei, Spielräume für Neuverschuldung  für unvermittelt auftretende Krisen offen zu halten. Das sichere tragfähige Staatsfinanzen.