Verbraucherstimmung trübt sich kontinuierlich ein

Laut Handelsverband Deutschland sinkt die Konsumlaune, und auch Händler schauen verhalten in die Zukunft. Symbolbild: Pixabay / Myriams-Fotos

Zum Jahresauftakt sinkt laut Handelsverband Deutschland die Verbraucherstimmung auf ihr niedrigstes Niveau seit dem Start des HDE-Konsumbarometers im Oktober 2016. Der HDE fordert von der Politik deshalb ein klares und schnelles Signal für eine Entlastung der Verbraucher.

„Das HDE-Konsumbarometer zeigt, dass sich die Stimmung der Verbraucher im Vergleich zum Vormonat verschlechtert hat. Und auch im Vorjahresvergleich schneidet der Januar 2019 nicht gut ab“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das HDE-Konsumbarometer liegt seit dem zweiten Quartal 2018 jeweils unter dem Niveau des Vorjahres.

Entlastung der Verbraucher gefordert

Der HDE fordert deshalb überzeugende und rasche Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher, um die gute Binnenkonjunktur auf Dauer zu stärken. „Die Binnenkonjunktur braucht positive Impulse. Gerade kleine und mittlere Einkommen sollten deutlich entlastet werden“, so Genth weiter. Als Zeichen der Verlässlichkeit von Politik sei es außerdem wichtig, den Solidaritätszuschlag - so wie ursprünglich zugesagt - zu streichen oder zumindest abzubauen.

 

Händlererwartungen gehen zurück

Neben der Verbraucherstimmung kühlt sich auch die Stimmung der Unternehmen ab, und die Konjunkturprognosen sinken. Während die zurückgehenden Erwartungen in den letzten beiden Monaten noch von einer steigenden oder stabilen Anschaffungsneigung vor dem Weihnachtsfest kompensiert wurden, sei dies zu Anfang des Jahres 2019 nun nicht mehr zu erwarten, so der HDE. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland werde weiterhin von einigen geopolitischen Risiken geprägt. Dabei stehen die Handelskonflikte mit den USA im Mittelpunkt. Aber auch von der immer noch nicht abschließend geklärten Umsetzung des Brexit gehen Unsicherheiten aus.

Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 2000 Personen zur Anschaffungs- und Sparneigung, finanziellen Situation und anderen konsumrelevanten Faktoren. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.