Studie zum geplanten Stadtquartier in München

Die Heidemannstraße gehört zum Gelände des neu geplanten Stadtquartiers. Visualisierung: Max Dudler

Ein Konsortium aus BBE Handelsberatung, IPH Handelsimmobilien, Dragomir Stadtplanung und dem Institut für Stadt- und Regionalmanagement (ISR) ist von der Stadt München mit einer Studie zu Gewerbeflächen auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne in Schwabing-Freimann und dem östlich angrenzenden Gewerbegebiet an der Heidemannstraße beauftragt worden.

Auf dem 48 Hektar umfassenden Areal soll zukünftig ein neues Stadtquartier mit Wohnraum für 15.000 Anwohner geschaffen werden.

Ziele der Studie sind die Identifikation notwendiger Rahmenbedingungen für eine optimale Eingliederung von Einzelhandels- und Gewerbeflächen in den Marktstandort sowie das städtebauliche Umfeld des geplanten Wohnquartiers. Ebenso sollen adäquate planerische Lösungen und Bewertungsgrundlagen für die anstehenden Vergabeverfahren und Realisierungswettbewerbe entwickelt werden.

 

Sinnvolle Entwicklung

„Durch die Studie kann eine sinnvolle Entwicklung des Handelsbesatzes im neuen Quartier gewährleistet werden. Die größte Herausforderung wird sein, dass das Quartier in zeitlich abgestuften Bauabschnitten realisiert werden soll und sich die Nachfragesituation deshalb sukzessive entwickeln muss“, erklärt Markus Wotruba, Leiter Standortforschung der BBE Handelsberatung GmbH.

Nationales Projekt des Städtebaus

Der nach Fläche drittgrößte Stadtbezirk Schwabing-Freimann befindet sich im Norden von München und umfasst mehr als 77.000 Einwohner. Bis 2030 sollen dort etwa 6000 neue Wohnungen auf dem früherem Militärgelände entstehen. Im Februar dieses Jahres begannen die Arbeiten zum Abbruch der ehemaligen Bayernkaserne. Neben der Wohn- und Gewerbebebauung sollen im neuen Stadtquartier mehrere Kindertagesstätten, zwei Schulstandorte mit Sportanlagen, ein Familienzentrum, ein Studentenwohnheim sowie Pflegeeinrichtungen entstehen. Aufgrund der besonderen Bedeutung des neuen Quartiers wurde es vom Bundesbauministerium als „Nationales Projekt des Städtebaus“ ausgewählt.