Großflächiger Einzelhandel und Mixed-Use im Fokus – Aussicht auf 2020

Thomas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der Hahn Gruppe. Foto: Hahn Gruppe

Der Asset- und Investment-Manager Hahn Gruppe hat in 2019 rund 441 Millionen Euro Eigenkapital von institutionellen Investoren und privaten Anlegern einwerben können und damit neue Bestmarken gesetzt.

Der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2016 (249 Millionen Euro) wurde um mehr als 77 Prozent übertroffen (Vorjahr: 78 Millionen Euro). Die Immobilienankäufe von Dritten beliefen sich auf rund 500 Millionen Euro. Dies war ebenfalls das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte und lag deutlich über dem historischen Höchstwert von 300 Millionen Euro, der im Jahr 2016 erreicht worden ist.

Besonderes Vertrauensverhältnis

Thomas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der Hahn Gruppe: „Wir freuen uns über den sehr erfolgreichen Geschäftsverlauf in 2019. Für Investments in großflächige Handelsimmobilien - unsere traditionelle Assetklasse - sowie für Mixed-Use-Immobilien konnten wir hohe Zeichnungssummen einwerben. Wir haben uns dabei konsequent auf eine hohe Immobilienqualität, aussichtsreiche Vermietungskonzepte und attraktive Regionalmärkte fokussiert. Das wurde von den Anlegern honoriert. Zu über 60 Prozent wurden die Neuengagements von bestehenden Zeichnern getätigt, worin sich ebenfalls ein besonderes Vertrauensverhältnis ausdrückt.“

 

Infos zum Fondsgeschäft

Die Hahn-Kapitalverwaltungsgesellschaft DeWert Deutsche Wertinvestment GmbH legte in 2019 insgesamt drei neue Alternative Investmentfonds (AIF) auf. Im Geschäft mit institutionellen Investoren wurden Zeichnungszusagen über 50 Millionen Euro für den geschlossenen Spezial-AIF HAHN VZWL sowie über 305 Millionen Euro für die beiden offenen Spezial-AIF HAHN German Retail Fund II und III entgegengenommen. Weitere 60  Millionen Euro Eigenkapital wurden im Rahmen eines Club-Deals von institutionellen Investoren eingeworben. Im Privatkundengeschäft lag das gezeichnete Eigenkapitalvolumen bei rund 26 Millionen Euro. Dieses entfiel auf einen geschlossenen Publikumsfonds sowie einen als Private Placement aufgelegten geschlossenen Spezial-AIF.

Mehrere Ankäufe „Off Market“

Bei den Immobilienankäufen nutzte die Hahn Gruppe ihre über Jahrzehnte gewachsenen Kontakte zu institutionellen und privaten Immobilieneigentümern. So wurden mehrere Ankäufe „Off-Market“ durchgeführt,  das heißt unter Umgehung eines preistreibenden Bieterverfahrens. Insgesamt wurden Immobilien mit einem Volumen von rund 500 Millionen Euro von Dritten angebunden (Vorjahr: 41 Millionen Euro). Weiterhin konnten Handelsimmobilien aus Bestandsfonds für rund 50 Millionen Euro veräußert werden. Das Transaktionsvolumen mit Dritten belief sich entsprechend auf insgesamt 550 Millionen Euro (Vorjahr: 126 Millionen Euro).

Entwicklung im Bestandsmanagement

Nicht nur das Neugeschäft, sondern auch das Bestandsmanagement entwickelte sich sehr zufriedenstellend. Jörn Burghardt, Mitglied des Vorstands der Hahn Gruppe: „Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Prozesse sowie die Effizienz im Portfolio- und-Immobilien-Management weiter zu verbessern. Zudem bauen wir unser Expertenwissen stetig aus, um bei der Entwicklung und der Vermietung unseres Immobilienbestandes mit der zunehmenden Innovationsdynamik Schritt zu halten und eigene Initiativen voranzutreiben.“

Die Vermietungsleistung belief sich auf 93.000 Quadratmeter (Vorjahr: 120.000 Quadratmeter). Daraus resultiert eine stabile Vermietungsquote von über 98 Prozent im Immobilienportfolio. Das verwaltete Immobilienvermögen erhöhte sich per Ende Dezember 2019 auf drei Milliarden Euro (Vorjahr: 2,8 Milliarden Euro). Der im Vergleich zu den getätigten Neuinvestitionen unterproportionale Anstieg des verwalteten Immobilienvermögens spiegelt wider, dass sich im Jahresverlauf das betreute Vermögen für Kunden außerhalb des Konzernumfelds (non-captive) um rund 300 Miillionen Euro reduziert hat.

Weiteres Wachstum prognostiziert

Thomas Kuhlmann erwartet für die Hahn Gruppe eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung: „Großflächige Handelsimmobilien bleiben mit ihrem Fokus auf Lebensmittel und preisorientierte Güter das unangefochtene Wachstumsformat im stationären Einzelhandel. Auf dieses Segment werden wir auch in Zukunft mit Priorität setzen. Zusätzlich beabsichtigen wir, unsere Investments in Mixed-Use-Immobilien weiter auszubauen. Hier sehen wir, bei sorgfältiger Objektauswahl, ebenfalls ein exzellentes Rendite-Risiko-Verhältnis. In 2020 planen wir, zwei neue Publikums-AIF und einen offenen Spezial-AIF aufzulegen. Die ersten Akquisitionen mit Übergang im Jahr 2020 wurden bereits getätigt.“