In 2020 413 Millionen Euro Eigenkapital eingeworben

Thomas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der Hahn Gruppe. Foto: Hahn Gruppe

Der Asset- und Investment-Manager Hahn Gruppe ist im Geschäftsjahr 2020 auf Wachstumskurs geblieben und hat rund 413 Milionen Euro Eigenkapital (Vorjahr: 441 Millionen Euro) für Immobilieninvestments eingeworben.

Rund 371 Millionen Euro (Vorjahr: 415 Millionen Euro) der Kapitalzusagen wurden von institutionellen Investoren und weitere rund 42 Millionen Euro (Vorjahr: 26 Millionen Euro) im Privatkundengeschäft erzielt. Das verwaltete Immobilienvermögen erhöhte sich zum Jahresende 2020 auf 3,1 Milliarden Euro und setzte sich aus 144 Immobilienobjekten zusammen. Die Vermietungsquote entwickelte sich stabil und lag bei über 98 Prozent.

Thomas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der Hahn Gruppe: „Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld zurück. Die 2020 erzielten Kapitalzusagen lagen nur knapp unter der historischen Bestmarke aus dem Jahr 2019. Das durchweg hohe Investitionsinteresse der bestehenden und neu hinzugewonnenen Anleger bestätigt unsere Immobilienstrategie mit Fokus auf großflächige Handelsimmobilien und Mixed-Use-Immobilien. Unser Immobilienportfolio zeigte sich renditestark und resilient gegenüber den schwierigen Rahmenbedingungen des Pandemiejahrs.“

 

Neue Fonds aufgelegt

Im Geschäft mit institutionellen Investoren wurden zwei Immobilienfonds neu aufgelegt: Der offene Spezial-AIF HAHN German Retail Fund IV investiert in großflächige Core-Handelsimmobilien, beispielsweise Fachmarktzentren, Verbrauchermärkte, SB-Warenhäuser und Baumärkte. Mit dem Fachmarktzentrum Pfungstadt wurde bereits im Jahr 2020 das erste Objekt für den Fonds akquiriert. Der zweite Immobilienfonds, der geschlossene Spezial-AIF HAHN German Mixed-Use Fund II, investiert in das Stadtteilcenter Hamburg-Eppendorf, welches in der ersten Jahreshälfte 2020 erworben wurde. Weiterhin hat sich die Hahn Gruppe ein Individualmandat mit einer deutschen Versicherungsgruppe gesichert. Der Investmentfokus liegt hier auf großflächigen Handelsimmobilien.

Im Privatkundengeschäft wurden im Jahresverlauf zwei neue Publikums-AIF aufgelegt und jeweils vollständig bei Anlegern platziert. Mit dem eingeworbenen Eigenkapital von rund 42 Millionen Euro wurde im Geschäft mit Privatanlegern das beste Zeichnungsergebnis der letzten zehn Jahre erzielt.

Insgesamt sind 2020 Immobilien mit einem Volumen von rund 168 Millionen Euro von Dritten akquiriert worden. Außerdem konnten Handelsimmobilien aus Bestandsfonds für rund 33 Millionen Euro an Dritte veräußert werden. Das Transaktionsvolumen mit Dritten belief sich entsprechend auf insgesamt 201 Millionen Euro (Vorjahr: 550 Millionen Euro). Weitere Immobilienobjekte befinden sich im Anbindungsprozess.

Portfolio mit guter Performance

Die Performance des Immobilienportfolios profitierte im Pandemiejahr vom hohen Anteil des grundversorgungsorientierten Einzelhandels. So waren der Lebensmitteleinzelhandel – und in der überwiegenden Zeit auch die Bau- und Gartenmärkte – nicht von den behördlichen Schließungsanweisungen betroffen. Die Mieteingangsquote lag im Jahresdurchschnitt bei rund 99 Prozent. Diese Stabilität drückt sich auch in der zum Jahresende 2020 unverändert hohen Vermietungsquote von über 98 Prozent aus. Dazu hat im vergangenen Jahr eine Vermietungsleistung von 113.000 Quadratmetern beigetragen (Vorjahr: 93.000 Quadratmeter).

Thomas Kuhlmann ist optimistisch für 2021: „COVID-19 wird das Geschäftsjahr 2021 weiterhin prägen, aber durch die europaweiten Impfstoffzulassungen gibt es begründete Hoffnungen darauf, dass wir im Jahresverlauf schrittweise zur Normalität zurückkehren können. Mit unseren überwiegend versorgungs- und discountorientierten Einzelhandelsimmobilien sowie wandlungsfähigen und gut diversifizierten Mixed-Use-Immobilien im Portfolio sind wir gut aufgestellt und weitestgehend unabhängig vom wirtschaftlichen Umfeld. So beabsichtigen wir, unser Fondsgeschäft 2021 unvermindert auszubauen und Immobilieninvestitionen in einer Größenordnung von mehr als 300 Millionen Euro zu tätigen.“