Vorsteuerergebnis um 18 Prozent gesteigert – Sonderertrag ist eingeflossen

Der Vorstandsvorsitzende der pbb Deutsche Pfandbriefbank, Andreas Arndt. Foto: pbb

Die pbb Deutsche Pfandbriefbank hat im ersten Halbjahr 2018 mit einem Vorsteuerergebnis von 122 Millionen Euro das Ergebnis des Vorjahresvergleichszeitraums um 18 Prozent übertroffen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das Konzernergebnis bei 103 Millionen Euro.

Diese positive Entwicklung wurde gestützt durch ein auf 220 Millionen Euro gesteigertes Zinsergebnis (erstes Halbjahr 2017: 196 Millionen Euro), einen leicht auf 88 Millionen Euro gesunkenen Verwaltungsaufwand (erstes Halbjahr 17: 92 Millionen Euro) und eine Netto-Auflösung von Risikovorsorge in Höhe von sieben Millionen Euro (erstes Halbjahr 17: null Millionen Euro).

Starkes zweites Quartal

Besonders stark war das zweite Quartal mit einem Anstieg des Vorsteuerergebnisses gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um mehr als 30 Prozent auf 74 Millionen Euro (zweites Quartal 17: 56 Millionen Euro). Hier wirkte sich zusätzlich ein Sonderertrag aus der Verwertung eines so genannten Besserungsanspruchs in Zusammenhang mit Heta-Schuldtiteln aus dem Jahr 2016 aus. Erwartungsgemäß sank das Neugeschäftsvolumen und erreichte 3,8 Milliarden Euro, weil die pbb in weiter von starkem Wettbewerb geprägten Finanzierungsmärkten unverändert selektiv vorgeht (erstes Halbjahr 17: fünf Milliarden Euro, Neugeschäft einschließlich Prolongationen länger ein Jahr). 

 

Die pbb hatte bereits Anfang Juli für das erste Halbjahr ein Vorsteuerergebnis in der Größenordnung von 120 Millionen Euro in Aussicht gestellt und die Guidance für das Gesamtjahr auf ein Vorsteuerergebnis von ursprünglich 150 bis 170 Millionen Euro auf nunmehr 175 bis 195 Millionen Euro erhöht. Bei dieser Guidance unterstellt die pbb für das zweite Halbjahr plangemäß zunehmenden Druck auf das Zinsergebnis und berücksichtigt einen Anstieg des Verwaltungsaufwands sowie in Gänze die für das Gesamtjahr eingeplanten Risikokosten.

Der Vorstandsvorsitzende Andreas Arndt sagte: „Die operative Performance mit einem guten Zinsergebnis und geringen Risikokosten bildeten die Basis für ein gutes erstes Halbjahr 2018, das zusätzlich von einem Sonderertrag begünstigt war. Wir haben deshalb die Guidance für das Gesamtjahr 2018 angehoben, obwohl wir für das zweite Halbjahr mit Blick auf Zinsergebnis, Verwaltungsaufwand und Risikokosten bei den bisherigen, konservativen Annahmen bleiben. Auch mit Blick auf die erwartete Entwicklung der gewerblichen Immobilienfinanzierungsmärkte bleiben wir vorsichtig.“

Digitalisierung vorangetrieben

Weiter vorangetrieben hat die pbb die Digitalisierung. Im April startete ein Portal für den effizienten Austausch von Daten und Informationen, das sich an Kunden in der gewerblichen Immobilienfinanzierung richtet. Im Mai  folgte der Start der Plattform CAPVERIANT für das Kommunalkreditgeschäft. Die pbb sieht CAPVERIANT als „Fintech in der Bank“ mit Prozessen, die sich an bankaufsichtsrechtlichen Standards orientieren. Die Plattform soll zügig mit weiteren Funktionen ausgebaut und der Markteintritt in Frankreich vorbereitet werden. Für das Thema Digitalisierung hat die pbb außerdem einen neuen organisatorischen Rahmen und zusätzliche Ressourcen geschaffen. So unterstützt ein eigenständiger Bereich Digitalisierung die marktnahen Bereiche und die IT bei Digitalisierungsinitiativen. Ein Digitalisierungs-Board, das die Breite der Bank repräsentiert, unterstützt nun den Investitionsprozess.