Konsumlust der Deutschen ungebrochen: EU-Austritt der Britten und Terror-Gefahr stoppten den Aufwärtstrend nicht.

Die Konsumlust der Deutschen ist laut dem GfK-Konsumklima ungebrochen. Die privaten Ausgaben sollen 2016 um zwei Prozent steigen. Foto: pixabay

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im August insgesamt positiv entwickelt. Damit habe sie „den Brexit-Schock offenbar recht gut verdaut“, wie es bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) heißt. Der Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert für September 10,2 Punkte nach 10,0 Zählern im August.

Die Kauflust der deutschen Konsumenten bleibt ungebrochen – Brexit-Entscheidung und Terrorgefahr zum Trotz. Die Verbraucher orientieren sich offenbar in erster Linie an den derzeit herrschenden harten Fakten bezüglich Arbeitsmarkt, Einkommen und Inflation, deren Signale für den Konsum klar auf grün stehen. Vor allem die sehr gute Verfassung des Arbeitsmarktes sorgt dafür, dass die Beschäftigten weiter kaum Angst haben, ihren Job zu verlieren. Dies sorgt für eine solide Planungssicherheit gerade im Hinblick auf größere Anschaffungen.

 

Zwei Prozent höhere Konsumausgaben

Zudem deuten die Signale der Europäischen Zentralbank (EZB) derzeit darauf hin, dass auch in den kommenden Monaten die Zinsen im Keller bleiben werden. Dies dürfte den Konsum zusätzlich stützen.Für September 2016 prognostiziert der Gesamtindikator 10,2 Punkte nach 10,0 Zählern im August. Damit setzt sich der Aufwärtstrend, der im Vormonat unterbrochen wurde, wieder fort.

 

Das Konsumklima zeigt sich damit überaus widerstandsfähig gegenüber der zuletzt gestiegenen allgemeinen Verunsicherung, die durch die Brexit-Entscheidung sowie die nach den Anschlägen in Bayern spürbar gestiegene Angst vor Terror verursacht wurde. Die GfK bestätigt zudem ihre Prognose, wonach die realen privaten Konsumausgaben in diesem Jahr um etwa zwei Prozent steigen werden. Damit bleibt die Binnennachfrage eine wichtige Stütze für das Wachstum. Dies wird auch durch die ersten Meldungen des Statistischen Bundesamtes für das BIP bestätigt.