Mietumsatz um 44 Prozent auf 13,8 Millionen Euro gesteigert

Falk Raudies, Gründer und Vorstand der FCR Immobilien AG. Foto: FCR

Die FCR Immobilien AG hat im ersten Halbjahr 2020 ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung weiter fortgesetzt. Gemäß IFRS-Zahlen sind durch den weiteren Ausbau des Immobilienportfolios und durch das erfolgreiche Asset-Management die Mieteinnahmen um 44  Prozent auf 13,8 Millionen Euro gestiegen, nach 9,6 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Gesamtleistung des Unternehmens, in der auch Erlöse aus Objektverkäufen berücksichtigt sind, betrug 19,4 Millionen Euro.

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Vermietung waren durch die Ausrichtung auf lebensmittelgeankerte Einkaufs- und Fachmärkte im laufenden Geschäftsjahr nur moderat. So konnten durch das Asset-Management seit Jahresanfang 36 Mietverträge mit einem Volumen von 5,7 Millionen Euro neu abgeschlossen oder vorzeitig verlängert werden, davon 3,3 Millionen Euro seit Ende März 2020. Im Gegenzug wurden den von der Corona-Krise betroffenen Mietern Mieten in Höhe von 200.000 Euro erlassen. Mietausfälle mussten bisher nicht verzeichnet werden.

 

Immobilienbestand gestiegen

Der Immobilienbestand von FCR ist auf 309 Millionen Euro Ende Juni 2020 gestiegen, nach 251 Millionen Euro Ende Juni 2019. Angekauft wurden im ersten Halbjahr 2020 insgesamt zehn Objekte, nach neun Objekten im Vorjahreszeitraum. Damit konnte die FCR Immobilien AG, trotz der wegen der Corona-Pandemie über Wochen nur eingeschränkten Besichtigungsmöglichkeiten, die Anzahl der Käufe gegenüber dem Vorjahr weiter steigern. Verkauft wurden wie im Vorjahreszeitraum drei Objekte.

Das Ergebnis vor Zinsen, EBT, lag bei 4,4 Millionen Euro, hierin ist eine Wertänderung in Höhe von 0,9 Millionen Euro enthalten. Die Relation von EBT zur Gesamtleistung liegt bei 22,4 Prozent. Die positive Geschäftsentwicklung trotz COVID-19 zeigt sich auch beim FFO. Durch den erkennbaren signifikanten Ausbau des Bestands lag der FFO1 bei 2,2 Millionen Euro, der FFO2 inklusive Verkaufsgewinne betrug 2,8 Millionen Euro. Die Zahlen spiegeln das Zwei-Säulen-Geschäftsmodell der FCR Immobilien AG wider. Neben der Säule der Bestandshaltung sind die Neu- und Weiterentwicklung von Objekten fester Bestandteil des Geschäftsmodells. Dies bedeutet, dass Kosten aus der Bestandsentwicklung im FFO1 berücksichtigt sind, während die daraus resultierenden Gewinne nur in den FFO2 einfließen. Naturgemäß ist das zweite Halbjahr der stärkere Zeitraum für Objektverkäufe. 

Mehr Eigenkapital

Weiter gestiegen ist auch das Eigenkapital auf 86,6 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag damit Ende Juni 2020 bei rund 26 Prozent. Der EPRA-NAV (Net Asset Value) stieg zum 30. Juni 2020 auf 101 Millionen Euro an, das entspricht einem EPRA-NAV je Aktie von 11,05 Euro. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im zweiten Quartal 2020 eine Dividende von 0,30 Euro je Aktie ausbezahlt wurde.

FCR steht neben Wachstum auch für neue Konzepte und Technologien im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. In diesem Zuge wurde im ersten Halbjahr 2020 das Leistungsspektrum der FCR-Software zur Steuerung aller Unternehmensbereiche weiter ausgebaut, sodass Prozesse wie die Leerstandsoptimierung oder Liquiditätsplanung nun noch effizienter umgesetzt werden können. Durch diese Maßnahmen kann FCR weiter schnell wachsen, ohne dabei neue Mitarbeiter rekrutieren zu müssen.

Umsatz ausbauen

Die sich im Markt bietenden Wachstumschancen will FCR auch im zweiten Halbjahr 2020 nutzen und den Immobilienbestand weiter ausbauen. In diesem Zuge plant FCR, den Umsatz 2020 sowohl im Bestandsgeschäft als auch bei den Verkäufen auszubauen. So sollen die Mietumsätze, die über das bestehende Portfolio generiert werden, 28,3 Millionen Euro betragen. Dies entspricht bereits einer Steigerung gegenüber dem Gesamtjahr 2019 von 31 Prozent, zuzüglich den Mietumsätzen aus weiteren Objekten, die FCR 2020 noch erwerben wird. Aus Objektverkäufen plant FCR einen Umsatz von 30 bis 40 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2020.

Falk Raudies, Gründer und Vorstand der FCR Immobilien AG: „Wir haben mit den Zahlen des ersten Halbjahres eine hervorragende Ausgangsbasis für unser geplantes weiteres profitables Wachstum geschaffen. Seit Anfang Juli ist das Geschäft wieder auf Normalniveau gestiegen. Das stimmt uns sehr positiv, sodass unser Geschäftsjahr 2020 erfolgreicher sein wird als 2019.“