Destatis beobachtet im März 7,7 Prozent Plus gegenüber Vormonat

Der Gewinn im Handel ging im März gegenüber dem Februar 2021 nach oben. Symbolbild: Pixabay / Freie Menschen Freie Arbeit

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im März 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real 7,7 Prozent und nominal 7,4 Prozent mehr umgesetzt als im Februar 2021.

Dies war sowohl real als auch nominal das zweitstärkste Umsatzplus gegenüber einem Vormonat seit Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie in Deutschland im März 2020. Im Vergleich zum Vorkrisenmonat Februar 2020 war der Umsatz im März 2021 kalender- und saisonbereinigt real 4,4 Prozent höher.

Ohne Kalender- und Saisonbereinigung stieg der Einzelhandelsumsatz im März 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2020 real um 11,0 Prozent und nominal um 12,3 Prozent: in beiden Kategorien der stärkste Umsatzanstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994. Der März 2021 hatte mit 27 Verkaufstagen allerdings einen Verkaufstag mehr als der März 2020. 

 

LEH schneidet gut ab

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln. Getränken und Tabakwaren setzte im März 2021 real 2,9 Prozent und nominal 4,6 Prozent mehr um als im März 2020. Der Umsatz der Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte lag dabei real 3,1 Prozent und nominal 4,7 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln, zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken, setzte im entsprechenden Vergleich real 1,4 Prozent und nominal 3,7 Prozent mehr um. 

Non-Food-Handel holt auf

Deutliche Steigerungen gab es im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln. Hier waren die Umsätze im März 2021 real 17,5 Prozent und nominal 18,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren sowie der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser, verzeichnete ein Umsatzplus von real 27,7 Prozent beziehungsweise 23,0 Prozent gegenüber März 2020, in dem viele Geschäfte in der zweiten Monatshälfte geschlossen waren. Ebenso war der Umsatz im Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf real 16,6 Prozent höher im Vergleich zu März 2020. 

Onlinehandel als Gewinner

Die höchste Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat gab es im Internet- und Versandhandel  mit einem Anstieg von real und nominal 42,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch dieser Anstieg war real und nominal der stärkste gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994.