Erste GCSC-Mitglieder-Onlinebefragung zur Stimmung in der Handelsimmobilienbranche – über 80 Prozent bewerten sie rückblickend und vorausschauend positiv

Die Stimmung ist besser als erwartet. So lautet das Fazit der erstmals durchgeführten Online-Befragung des German Council of Shopping Centers zur Bewertung der Lage in der Handelsimmobilienbranche. Über den Zeitraum von ca. drei Wochen hatten insgesamt 225 Mitglieder daran teilgenommen. Dazu gehörten Immobilien-Dienstleister ebenso wie Projektentwickler, Centermanager, Einzelhändler, Investoren und Berater. Vorstandsvorsitzender Klaus Striebich: „Wir sind erfreut über die gute Resonanz, weil sie aus unserer Sicht durchaus ein repräsentatives Ergebnis zeigt und zudem das Engagement der Mitglieder widerspiegelt.“  

 

Fünf Fragen bekamen die Teilnehmer gestellt. Bei der ersten ging es darum, wie sie den Geschäftsverlauf ihres Unternehmens bzw. Geschäftsbereichs im letzten Jahr bewerten. Die eindeutige Mehrheit – 80,9 Prozent – betrachtete diesen als positiv oder sogar sehr positiv.  Während 10,7 Prozent neutral antworteten, meinten nur 3,6 Prozent, dass der Verlauf negativ oder sogar sehr negativ war.

Bei der Anschlussfrage, wie es denn diesbezüglich in 2017 weitergehe, ergab sich ein ähnliches Bild. Sogar 82,2 Prozent äußerten sich positiv, 15,1 Prozent neutral und nur 2,2 Prozent sehen die Entwicklung kritisch.

Nicht ganz so extrem, aber dennoch auch hier mit eindeutiger Positivtendenz, präsentiert sich das Ergebnis bei der Frage nach den Beschäftigungsplanungen der Unternehmen. 68 Prozent sehen dies optimistisch, 27,1 Prozent sind unsicher und lediglich 4 Prozent sind negativ eingestellt. „Das heißt übersetzt, dass der Großteil der Mitglieder-Unternehmen im Zweifelsfall eher noch wächst und nur ein sehr kleiner Prozentsatz Stellen spürbar abbaut“, sagt GCSC-Vorstandsvorsitzender Klaus Striebich.

Ganz anders stellt sich das Meinungsbild bei der Frage nach den Auswirkungen des Onlinehandels auf die Geschäftsentwicklung der Unternehmen dar. Hier blicken nur 20 Prozent mit Zuversicht nach vorn, während der Großteil (55,6) nicht so recht weiß, wie es weitergeht und 24,4 Prozent eine düstere Zukunft sehen.

Interessant waren auch noch mal die Antworten auf die offene Abschlussfrage an die GCSC-Mitglieder. Hier wurde nach den Haupt-Herausforderungen für die Einzelhandels- bzw. Handelsimmobilien-Branche in 2017 gefragt.

Die meisten nannten dabei die Digitalisierung (31 %), Erlebnis- und Konzeptoptimierung (22 %) sowie die Verengung des Mieterpools durch Insolvenzen (19 %). Weitere wichtige Aufgaben sehen die Mitglieder in den Bereichen Gesetzgebung, Sicherheit, Personal und Konjunkturentwicklung.

Ganz konkret forderten die Mitglieder unter anderem:

-       Der stationäre Einzelhandel muss sich im digitalen Wettbewerb positionieren um die Attraktivität und den Mehrwert des „physischen“ Einkaufs hochzuhalten bzw. zu steigern.

-       Wichtige Marken müssen durch konsequente Kundenansprache und Kundenfokussierung unbedingt erhalten bleiben

-       Dem Online-Handel sind geeignete Konzepte entgegenzusetzen und für die Kunden die Vorzüge des stationären Handels herauszustellen (Aufenthaltsqualität im Center, „Erlebnis mit allen Sinnen“, etc.)

-       Laden-Öffnungszeiten müssen ausgeweitet werden

-       Die Innenstädte müssen in Zusammenarbeit mit den Kommunen attraktiver werden, die Aufenthaltsqualität erhöht werden.

 -    Es müssen neue Konzepte und Modelle für stationäre Handelsplattformen

      entwickelt werden, die die junge Generation zum Besuch stationärer

      Ladenflächen und Einkaufszentren animiert.