Das Transaktionsvolumen hat die Commerz Real 2016 um ein Drittel auf 4,1 Milliarden Euro gesteigert. In der Vermietung legte das Unternehmen um 13 Prozent zu.

Der Kauf des Münchner Highlight Towers war eine der größten Transaktionen der Commerz Real 2016. Foto: Sascha Kletzsch / Commerz Real

Ein hervorragendes Immobilienjahr 2016 meldet die Commerz Real. Die hundertprozentige Tochter der Commerzbank konnte sowohl im Transaktions- als auch im Neugeschäft die Vorjahreszahlen deutlich übertreffen.

So stieg das Transaktionsvolumen asset-übergreifend um mehr als ein Drittel auf rund 4,1 Milliarden Euro (2015: circa 3 Milliarden Euro), wobei es sich zu 99 Prozent um Immobilientransaktionen handelte. Mit rund 2,7 Milliarden Euro lag das Volumen der Verkäufe etwa doppelt so hoch wie jenes der Ankäufe (circa 1,4 Milliarden Euro). Mehr als die Hälfte der Transaktionen (circa 2,4 Milliarden Euro) entfiel auf den offenen Immobilienfonds hausInvest, bei dem sich An- und Verkäufe in etwa die Waage hielten.

Hohe Nachfrage nach Immobilieninvestment genutzt

„Wir haben die hohe Nachfrage nach Immobilieninvestments genutzt, um unser Portfolio gewinnbringend zu bereinigen und konnten gleichzeitig dank unseres exzellenten Marktzugangs lukrative Assets für unsere Anleger akquirieren“, erläutert Andreas Muschter, Vorsitzender des Vorstands der Commerz Real den Zuwachs. Größte Transaktionen waren der Verkauf des TaunusTurms in Frankfurt am Main zusammen mit Tishman Speyer und der Kauf der Münchner Highlight Towers. Beide rangieren zudem unter den zehn größten Immobilientransaktionen Deutschlands 2016.

 

Signifikant wuchs auch das Neugeschäft:  Allein der hausInvest hat mit rund 1,4 Milliarden Euro seinen Nettomittelzufluss gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt (2015: circa 650 Millionen Euro). “Mit diesem Spitzenergebnis haben wir unsere Position als einer der führenden Assetmanager für Sachwerteinvestments weiter ausgebaut“, so Muschter. Das von Commerz Real produktübergreifend verwaltete Vermögen belief sich per 30. November 2016 auf insgesamt rund 32 Milliarden Euro, wobei rund 22 Milliarden Euro auf Anlageprodukte und etwa zehn Milliarden Euro auf Finanzierungsprodukte entfielen.

Auch beim Assetmanagement konnte Commerz Real zulegen. Produktübergreifend wurden 2016 Flächen im Volumen von rund 408.000 Quadratmetern vermietet. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr (360.000 Quadratmeter). Dies wirkte sich positiv auf die Vermietungsquote aus, die beim hausInvest zum Jahresende bei 93,1 Prozent lag, 1,3 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor.

Commerz Real: Digitalisierung und Ausbau des institutionellen Geschäfts im Fokus

Schwerpunkte des aktuellen Geschäftsjahres sind die Digitalisierung sowie der Ausbau des institutionellen Geschäfts. „Unser Ziel ist es, erster digitaler Immobilien-Asset- und Investmentmanager zu werden“, so Muschter. Zu diesem Zweck hat die Commerz Real 2016 ein eigenes „Digital-Werk“ gegründet, dessen Aufgaben die Optimierung des Geschäftsmodells, die Flexibilisierung und Automatisierung möglichst sämtlicher Geschäftsprozesse sowie eine effektivere, Gewinn bringende Nutzung von Daten sind. „Wir betrachten die Digitalisierung aus der Sicht unserer Kunden: Welche Dienstleistungen fragen sie heute nach, welche werden sie künftig nachfragen, und über welche Kanäle würden sie sie nutzen? Daran orientieren wir unsere Geschäftsstrategie“, erläutert Muschter.

 

Zudem setzt die Commerz Real neben dem Privatanlegergeschäft des hausInvest verstärkt auf institutionelle Investoren und hat hierzu aktuell vier Spezialfonds in den Segmenten Hotel, Smart Living, Aircraft und New Energy mit einem Gesamtvolumen von etwa 3,5 Milliarden Euro im Vertrieb. „Wir erleben eine wachsende Nachfrage bei professionellen und semiprofessionellen Anlegern nach aktiv gemanagten Sachwertinvestments, und ich bin zuversichtlich, dass wir 2017 die ersten Closings mit signifikantem Equity realisieren können“, so Muschter.