Im ersten Quartal 2017 hat Caverion einen Umsatz von 582,3 Millionen Euro erzielt. 2016 lag er bei 560,6 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 3,9 Prozent.

Caverion ist am Wendepunkt und hat das volle Ertragspotential noch nicht erreicht, so CEO Ari Lehtoranta. Foto: Caverion

Die Geschäfte für Caverion Group laufen gut und der Dienstleister profitiert von einem günstigen Marktumfeld. Im ersten Quartal 2017 hat das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 582,3 Millionen Euro erzielt. 2016 lag er in den ersten drei Monaten des Jahrs bei 560,6 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 3,9 Prozent.

„Wir starteten das aktuelle Jahr mit einem Fokus auf die Stabilisierung unseres operativen Geschäfts. Dies verläuft weiter nach Plan“, sagt Ari Lehtoranta, CEO der Caverion Group. Das Unternehmen hat nach eigener Aussage das Projektgeschäft zum Ende des 1. Quartals auf ein akzeptables Niveau gebracht. „Dennoch befinden sich immer noch einige bereits früher identifizierte Risikoprojekte in unseren Auftragsbüchern, die sich so lange auf unsere Leistung auswirken, bis diese abgeschlossen sein werden“, erklärt Lehtoranta.

Weit entfernt vom angestrebten Ziel

Den Auftragsbestand konnte die Caverion Group ebenfalls steigern: Aktuell liegt er bei 1.543,5 Millionen Euro, 2016 kam das Unternehmen im gleichen Zeitraum auf 1.408,1 Millionen Euro. Das EBITDA beläuft sich auf 6,8 Millionen Euro (11,5 Millionen Euro in 2016) oder 1,2 Prozent des Umsatzes (zwei Prozent in 2016). „Unser EBITDA ist positiv, trotz projektbezogener Abschreibungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro. Dennoch ist unser Ergebnis noch weit entfernt von unserem angestrebten Ziel“, so Caverion-CEO Ari Lehtoranta.

Beim Free Cash Flow verbucht das Unternehmen etwa ein Minus in Höhe von 18,5 Millionen Euro, vergangenes Jahr kam Caverion allerdings noch auf minus 28,8 Millionen Euro. Das Working Capital erreicht im ersten Quartal 2017 17,3 Millionen Euro. Im Jahr 2016 waren es 15,6 Millionen Euro. Lehtoranta sagt: „Alles in allem, repräsentiert das erste Quartal allerdings den ersten Schritt zur Stabilisierung unseres Geschäfts.“ Das sei vor dem Hintergrund eines „saisonal bedingt schwachen Quartals“ ein gutes Ergebnis.

 

Schwieriges Geschäft in Deutschland

In Schweden, Deutschland sowie im Bereich Industrial Solutions entwickele sich das Projektgeschäft aber nach eigenen Angaben von Caverion weiterhin schlecht. Hier wirken sich auch Abschreibungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro – unter anderem in Deutschland – negativ aus. „Viele gut verlaufende Projekte in den genannten Divisionen werden von einigen schlecht verlaufenden überschattet“, so Lehtoranta. Nach einer Einschätzung von Februar gehe das Unternehmen von einem verbleibenden Gesamtprojektrisiko in Höhe von rund 20 Millionen Euro in 2017 aus. Das maximale Risiko für das Gesamtjahr sei allerdings etwas niedriger als zunächst angenommen.

„Wir erwarten in diesem Jahr Einsparungen durch die im vergangenen Jahr durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen und die Reduzierung von Fixkosten“, erklärt Lehtoranta. Die Caverion Group hat im ersten Quartal 2017 bereits die Personalkosten um drei Prozent und die Betriebsausgaben um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr reduziert. „Falls nötig, werden weitere Einsparmaßnahmen 2017 umgesetzt“, heißt es. Das Unternehmen befinde sich an einem Wendepunkt, aber müsse noch weitere Herausforderungen bewältigen.

 

Volles Ertragspotential noch nicht erreicht

Für 2017 geht Ari Lehtoranta davon aus, dass die Caverion Group noch nicht ihr volles Ertragspotential erreichen wird. „Derzeit arbeiten wir die Strategie bis 2020 aus“, sagt der CEO. Mehr dazu wird Caverion am 7. November 2017 beim Capital Markets Day in Helsinki der Öffentlichkeit präsentieren.

Das Unternehmen geht aber aktuell schon davon aus, dass es von der steigenden Nachfrage beim Technologieeinsatz in Gebäuden und bei energieeffizienten und digitalen Lösungen profitieren kann. So schätzt Caverion, dass der Umsatz 2017 auf Vorjahresniveau bleiben wird.  Im vergangenen Jahr lag er bei 2.364 Millionen Euro.

Erstellt von dah