Die Aareal Bank erreicht 2016 ein Betriebsergebnis von 366 Millionen Euro. 2015 waren es 320 Millionen Euro.

Hermann J. Merkens, Vorsitzender des Vorstands. Foto: Aareal Bank

Nach vorläufigen Zahlen hat die Aareal Bank Gruppe das Geschäftsjahr 2016 mit 366 Millionen Euro abgeschlossen. Das ist ein Anstieg beim das Konzernbetriebsergebnis von 14,4 Prozent gegenüber Vorjahreswert von 320 Millionen Euro.

Auf das vierte Quartal entfielen 85 Millionen Euro (Q4/2015: 92 Millionen Euro). Für das Gesamtjahr lag das Konzernbetriebsergebnis damit innerhalb der im November 2016 auf 360 bis 380 Millionen Euro erhöhten Prognose. In den erzielten 366 Millionen Euro enthalten ist ein im vierten Quartal angefallener positiver Sondereffekt in Höhe von 28 Millionen Euro vor Steuern aus der erfolgreichen Beendigung wesentlicher Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der 2014 übernommenen Corealcredit. Diesem Sondereffekt steht ein korrespondierender Steueraufwand in etwa gleicher Höhe gegenüber, so dass der Vorgang nur geringe Auswirkungen auf das Nachsteuerergebnis hat.

Eigenkapitalrendite stieg auf 13,2 Prozent

Bei einem im Vorjahresvergleich erwartet rückläufigen Zinsergebnis, das durch ein gestiegenes Provisionsergebnis, geringere Risikokosten und ein erhöhtes Ergebnis aus Finanzanlagen kompensiert wurde, stieg die Eigenkapitalrendite vor Steuern auf 13,2 Prozent (bereinigter Vorjahreswert: 12,1 Prozent). Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte 234 Millionen Euro. Damit lag es um vier Prozent über dem um den WestImmo-Zugangsgewinn bereinigten Vorjahreswert von 224 Millionen Euro. Auf das Schlussquartal entfielen dabei einschließlich des mit dem Corealcredit-Sondereffekt korrespondierenden Steueraufwands 41 Millionen Euro (Q4/2015: 68 Millionen Euro). Das den Stammaktionären zugeordnete Konzernergebnis betrug im Gesamtjahr 199 Millionen Euro (bereinigter Vorjahreswert: 189 Millionen Euro) und im Schlussquartal 33 Millionen Euro (Q4/2015: 60 Millionen Euro).

An dem erneut sehr guten Jahresergebnis sollen die Aktionäre angemessen beteiligt werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der Aareal Bank AG daher am 31. Mai 2017 eine Erhöhung der Dividende um 21 Prozent auf zwei Euro je Aktie (Vorjahr: 1,65 Euro) vorschlagen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 60 Prozent. Dies steht in vollem Einklang mit der im Februar 2016 kommunizierten Dividendenpolitik, nach der die Basisdividende von weiterhin rund 50 Prozent des Ergebnisses je Stammaktie (EPS) schrittweise um eine Zusatzdividende von zehn Prozent für das Jahr 2016 auf 20 bis 30 Prozent für die Jahre 2017 und 2018 ergänzt werden soll. Für das laufende Jahr ist im Zuge dessen unverändert eine Ausschüttungsquote von 70 bis 80 Prozent geplant.

Strategieprogramm "Aareal 2020": Umsetzung kommt zügig voran

Hermann J. Merkens, Vorsitzender des Vorstands der Aareal Bank AG, erklärte: "Wir sind mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden. Wir haben alle unsere Ziele erreicht, teilweise sogar übertroffen. Ohne Einbeziehung von Sondereffekten hat die Aareal Bank Gruppe trotz des weiterhin anspruchsvollen Umfelds 2016 ihr bisher bestes operatives Ergebnis erzielt. Mit unserer ausgeprägten operativen Ertragskraft und unserer sehr robusten Kapitalbasis sind wir nicht nur für alle regulatorischen Eventualitäten gut gerüstet, sondern auch in der Lage, aus einer Position der Stärke Marktchancen in unseren beiden Segmenten zu nutzen und im Rahmen unseres Strategieprogramms "Aareal 2020" kraftvoll in unsere Zukunft zu investieren."

Das vor Jahresfrist vorgestellte Strategieprogramm "Aareal 2020 - Adjust.Advance.Achieve", mit dem die Aareal Bank Gruppe unter den auch künftig sehr herausfordernden Rahmenbedingungen ihre starke Basis sichern und zugleich neue Ertragspotenziale erschließen möchte, wurde 2016 erfolgreich gestartet. Im Rahmen von "Aareal 2020" sollen zusätzliche Ertragspotentiale in beiden Segmenten durch die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells erschlossen werden. Dabei werden über alle Konzerneinheiten hinweg konsequent die Chancen genutzt, die sich aus Investitionen in die Digitalisierung ergeben. Gleichzeitig konzentriert sich das Unternehmen auf die Optimierung der Prozesse und Strukturen, um die Bank noch effizienter und flexibler aufzustellen.

US-Geschäft signifikant ausgeweitet

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten alle Vorbereitungen für eine zügige Umsetzung des Programms planmäßig abgeschlossen und bereits erste wichtige Meilensteine erreicht werden. So hat die Aareal Bank beispielsweise den umfassenden Umbau ihrer IT-Struktur eingeleitet, ihr US-Geschäft signifikant ausgeweitet, den Ausbau digitaler Plattformangebote im Segment Consulting/Dienstleistungen forciert sowie Kooperationen mit Startups initiiert, um ihre digitale Agenda zügig umzusetzen. Darüber hinaus hat die Aareal Bank ihre Syndizierungsaktivitäten für ein flexibleres Portfoliomanagement als auch die im Rahmen der Strategie geplante Expansion entlang der Wertschöpfungskette in der gewerblichen Immobilienfinanzierung gezielt vorangetrieben.

Im laufenden Jahr werden die Zukunftsinvestitionen forciert, etwa in den weiteren Ausbau digitaler Lösungen. Zugleich wird der weitere strategiekonforme Abbau der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Kreditportfolien vorangetrieben. Daneben konzentriert sich die Bank auf die weitere Optimierung ihrer Prozesse und Strukturen, nachdem in den vorangegangenen Jahren die Integration der beiden großen Zukäufe im Fokus der internen Maßnahmen gestanden hatte.

Geschäftsjahr 2016: Strategie greift

"Im abgelaufenen Jahr hat sich bereits klar gezeigt, dass unsere Strategie greift. 2017 werden wir die Schlagzahl bei der Transformation des Unternehmens weiter erhöhen - auch wenn damit verbundene Zukunftsinvestitionen und Strukturmaßnahmen unser Ergebnis belasten könnten. Mittel- bis langfristig aber werden sich unsere Anstrengungen auszahlen: Wir werden der führende Anbieter von smarten Finanzierungen, Software-Produkten und digitalen Lösungen für die Immobilienbranche und angrenzende Industrien und nach der Umsetzung von "Aareal 2020" flexibler und effizienter sein denn je - und auch in einem fundamental veränderten Markt- und Wettbewerbsumfeld nachhaltig profitabel und erfolgreich sein", so Merkens.

Der Zinsüberschuss im Geschäftsjahr 2016 betrug 701 Millionen Euro (Vorjahr: 781 Millionen Euro) und lag damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite. Das erwartet rückläufige Zinsergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem planmäßigen Abbau nicht strategiekonformer Portfolien. Zudem war der Vorjahreswert durch sehr hohe Effekte aus vorzeitigen Rückzahlungen in Höhe von 75 Millionen Euro positiv beeinflusst (2015: 41 Millionen Euro). Die Margen im Kreditgeschäft konnten hingegen trotz des herausfordernden Umfelds stabil gehalten werden. Die konservative Risikopolitik der vergangenen Jahre führte zu einem erwartungsgemäßen Rückgang der Risikovorsorge. Sie blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 97 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 128 Millionen Euro und lag damit innerhalb der kommunizierten Bandbreite von 80 bis 120 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss konnte insbesondere durch höhere Umsatzerlöse der Aareon auf 193 Millionen Euro (Vorjahr: 175 Millionen Euro) gesteigert werden.

Verkauf der Konzerngesellschaft Aqvatrium

Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich auf insgesamt 67 Millionen Euro (Vorjahr: -17 Millionen Euro). 61 Millionen Euro davon entfielen auf den Verkauf sämtlicher Anteile der hundertprozentigen Konzerngesellschaft Aqvatrium, fünf Millionen Euro auf dem Verkauf eines Restbestands an Asset-Backed Securities (ABS).

Der Verwaltungsaufwand sank leicht auf 547 Millionen Euro (Vorjahr: 553 Millionen Euro) und lag damit innerhalb der für das Geschäftsjahr prognostizierten Bandbreite von 520 bis 550 Millionen Euro. Darin enthalten sind Aufwendungen für Integrationskosten der WestImmo, Projekte und Investitionen. Das sonstige betriebliche Ergebnis in Höhe von 30 Millionen Euro (Vorjahr: 41 Millionen Euro) enthält den erwähnten positiven Sondereffekt in Höhe von 28 Millionen Euro vor Steuern aus der erfolgreichen Beendigung wesentlicher Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der 2014 übernommenen Corealcredit. Diesem positiven Effekt steht ein steuerlicher Effekt in etwa gleicher Höhe gegenüber.

 

Sondereffekt durch Erwerb der WestImmo

Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Konzernbetriebsergebnis in Höhe von 366 Millionen Euro (Vorjahr: 470 Millionen Euro; bereinigt um den Einmaleffekt in Höhe von 150 Millionen Euro aus dem Erwerb der WestImmo: 320 Millionen Euro). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern in Höhe von 132 Millionen Euro und einem den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbaren Ergebnis (19 Millionen Euro) betrug das auf die Eigentümer der Aareal Bank AG entfallende Konzernergebnis 215 Millionen Euro (bereinigter Vorjahreswert: 205 Millionen Euro). Unter der Annahme einer zeitanteiligen Abgrenzung der Nettoverzinsung der AT1 (Additional Tier 1)-Anleihe ergibt sich ein den Stammaktionären zugeordnetes Konzernergebnis von 199 Millionen Euro (Vorjahr: 339 Millionen Euro, bereinigt 189 Millionen Euro).

Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen erzielte die Aareal Bank Gruppe im Geschäftsjahr 2016 ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 9,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,6 Milliarden Euro). Das Neugeschäftsvolumen lag damit deutlich über dem ursprünglich avisierten Zielkorridor von 7 bis 8 Milliarden Euro.

Abbau des nicht strategiekonformen Kreditportfolios 

Der Zinsüberschuss im Segment belief sich auf 716 Millionen Euro (Vorjahr 783 Millionen Euro). Neben dem Abbau des nicht strategiekonformen Kreditportfolios wirkten sich geringere Einmalerträge aus vorzeitigen Kreditrückzahlungen negativ auf das Zinsergebnis aus. Die Margen konnten hingegen bei unverändert konservativer Risikopolitik stabil gehalten werden.

Insgesamt ergab sich ein Betriebsergebnis im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen von 395 Millionen Euro. Es lag damit deutlich über dem um den WestImmo-Zugangsgewinn bereinigten Vorjahresergebnis in Höhe von 343 Millionen Euro.

Umsatzerlöse im Segment Consulting/Dienstleistungen 

Die Umsatzerlöse im Segment Consulting/Dienstleistungen stiegen im Geschäftsjahr 2016 auf 206 Millionen Euro (Vorjahr: 193 Millionen Euro). Die Erhöhung resultierte aus einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse der Tochtergesellschaft Aareon. 

Der Personalaufwand belief sich auf 144 Millionen Euro und lag damit über dem Vorjahresniveau (139 Millionen Euro). Grund hierfür waren unter anderem die Unternehmenserwerbe der Aareon in 2015.

Aareon: Steigerung der Umsatzerlöse

Die Aareon erzielte, getrieben von der Steigerung der Umsatzerlöse, mit 34 Millionen Euro einen gegenüber dem Vorjahr (27 Millionen Euro) deutlich höheren Beitrag zum Konzernbetriebsergebnis und zeigte damit in ihren Bereichen Deutschland und internationales Geschäft eine wie erwartet starke Geschäftsentwicklung.

Das Volumen der Einlagen der Wohnungswirtschaft konnte im Geschäftsjahr 2016 mit durchschnittlich 9,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr (9,0 Milliarden Euro) gesteigert werden. Durch das anhaltend niedrige Zinsniveau wurde das Ergebnis aus dem Einlagengeschäft und damit das Segmentergebnis belastet. Die Bedeutung dieses Geschäfts geht allerdings weit über die aus den Einlagen generierte, im aktuellen Marktumfeld unter Druck stehende Zinsmarge hinaus. Die Einlagen der Wohnungswirtschaft sind für die Aareal Bank eine strategisch bedeutende zusätzliche Refinanzierungsquelle.

Niedrigzinsumfeld belastet Segment Consulting/Dienstleistungen  

Insgesamt ergab sich aufgrund der anhaltenden Belastungen aus dem derzeitigen Niedrigzinsumfeld für das Segment Consulting/Dienstleistungen ein Betriebsergebnis von -29 Millionen Euro (Vorjahr: -23 Millionen Euro). Unter Berücksichtigung von Steuern (-11 Millionen Euro) verblieb ein Segmentergebnis in Höhe von -18 Millionen Euro (Vorjahr: -13 Millionen Euro).

Die Aareal Bank Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 ihre geplanten Refinanzierungsaktivitäten erfolgreich durchgeführt. Im Berichtszeitraum konnten insgesamt 1,2 Milliarden Euro an mittel- und langfristigen Mitteln am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Das Emissionsvolumen des ungedeckten Fremdkapitals betrug 1,1 Milliarden Euro. Vom Gesamtvolumen entfielen 0,1 Milliarden Euro auf Hypothekenpfandbriefe.

Aareal Bank ist solide kapitalisiert

Die Aareal Bank ist weiterhin sehr solide kapitalisiert. Die Kernkapitalquote (Tier 1) lag per 31. Dezember 2016 bei auch im internationalen Vergleich komfortablen 19,9 Prozent (31.12.2015: 17,2 Prozent). Die harte Kernkapitalquote (CET 1) würde nach Vollumsetzung Basel III 15,7 Prozent (31.12.2015: 13,1 Prozent) betragen.

Nach den vorläufigen, untestierten Zahlen betrug der Zinsüberschuss im Schlussquartal 2016 169 Millionen Euro (Q4/2015: 198 Millionen Euro). Die Effekte aus den vorzeitigen Kreditrückzahlungen summierten sich von Oktober bis Dezember 2016 auf 9 Millionen Euro, nach 22 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im vierten Quartal belief sich die Risikovorsorge auf 33 Millionen Euro (Q4/2015: 42 Millionen Euro) und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Der Provisionsüberschuss lag mit 56 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert (Q4/2015: 52 Millionen Euro).

Verwaltungsaufwand im Konzern betrug im vierten Quartal 130 Millionen  

Das Handelsergebnis, das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und das Ergebnis aus Finanzanlagen summierten sich im Schlussquartal auf insgesamt -5 Millionen Euro, nach 6 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Verwaltungsaufwand im Konzern betrug im vierten Quartal 130 Millionen Euro (Q4/2015: 138 Millionen Euro). Darin enthalten sind Aufwendungen für Integration, Projekte und Investitionen in Höhe von 17 Millionen Euro (Q4/2015: 20 Millionen Euro).

Per Saldo ergab sich im vierten Quartal ein Konzernbetriebsergebnis von 85 Millionen Euro (Q4/2015: 92 Millionen Euro). Nach Abzug von Steuern in Höhe von 44 Millionen Euro betrug das Konzernergebnis 41 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung des den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbaren Ergebnisses (4 Millionen Euro) und der Annahme einer zeitanteiligen Abgrenzung der Nettoverzinsung der AT1-Anleihe (4 Millionen Euro) belief sich das auf die Stammaktionäre der Aareal Bank AG entfallende Konzernergebnis auf 33 Millionen Euro (Q4/2015: 60 Millionen Euro).

 

Ausblick 2017: Aareal Bank erwartet gutes Konzernbetriebsergebnis

Für das laufende Geschäftsjahr geht die Aareal Bank von einem anhaltend anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld und weiterhin divergierenden Entwicklungen in den wichtigen Wirtschaftsregionen aus. Das Niedrigzinsumfeld dürfte im Jahr 2017 anhalten. Die Finanzmarktakteure erwarten zwar einen weiteren Anstieg des Zinsniveaus in den USA und auch eine steilere Zinskurve im Euroraum als im Vorjahr, das Ausmaß der Veränderungen und die daraus resultierende Volatilität an den Finanzmärkten bleiben jedoch nur schwer vorhersehbar. Gewerbeimmobilien dürften in einem wettbewerbsintensiven Umfeld auch im laufenden Geschäftsjahr eine gefragte Anlageklasse bleiben. 

Die Aareal Bank wird Ihre selektive Neugeschäftsstrategie durch aktives Portfoliomanagement im Jahr 2017 fortsetzen und, wie schon im Vorjahr, gezielt in wachsende Märkte mit weiterhin attraktiven Margen expandieren.

Zinsüberschuss sinkt 2017

Der Zinsüberschuss im Konzern dürfte auf 620 bis 660 Millionen Euro sinken. Dies liegt im Wesentlichen am fortgesetzten, planmäßigen Abbau nicht-strategischer Portfolios der in den vergangenen beiden Jahren zugekauften Einheiten. Für die Risikovorsorge erwartet die Aareal Bank 2017 einen Rückgang auf 75 bis 100 Millionen Euro. Hier zahlt sich insbesondere die vorsichtige Risikopolitik der Vorjahre weiter aus. Beim Provisionsüberschuss wird eine gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhte Spanne von 195 bis 210 Millionen Euro prognostiziert. Der Verwaltungsaufwand dürfte auf 470 bis 510 Millionen Euro sinken - trotz erwarteter Projektkosten sowie substanzieller Zukunftsinvestitionen, etwa für den Umbau der IT-Infrastruktur. 

Für das laufende Jahr erwartet die Aareal Bank vor dem Hintergrund des erwartungsgemäßen Rückgangs des Zinsüberschusses ein gutes Konzernbetriebsergebnis in einer Spanne von 260 bis 300 Millionen Euro. Der RoE vor Steuern dürfte im laufenden Jahr zwischen 9 und 10,5 Prozent, das Ergebnis je Aktie (EpS) bei 2,45 bis 2,90 Euro liegen. An ihrem mittelfristigen Ziel eines RoE vor Steuern von rund 12 Prozent hält die Aareal Bank unverändert fest. 

25 und 28 Milliarden Euro für das Kreditportfolio 

Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen dürfte das Kreditportfolio Ende 2017 vorbehaltlich Währungsschwankungen in einer Größenordnung zwischen 25 und 28 Milliarden Euro liegen. Für das laufende Jahr wird ein Neugeschäft in einer Bandbreite von 7 bis 8 Milliarden Euro angestrebt. Im Segment Consulting/Dienstleistungen erwartet die Aareal Bank für ihre IT-Tochter Aareon einen Ergebnisbeitrag vor Steuern von 34 bis 35 Millionen Euro.