Die Managementerlöse der Hahn Gruppe haben im Geschäftsjahr 2016 um rund 18 Prozent zugelegt. Das geht aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens hervor.

Glücklicher Hahn-Vorstand (v.l.): Thomas Kuhlmann und CEO Michael Hahn. Foto: Hahn Gruppe

Die Hahn Gruppe profitierte in 2016 von einem weiterhin günstigen Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld. Die Mieternachfrage nach großflächigen Einzelhandelsimmobilien war sehr stabil und resultierte in einer positiven Entwicklung des Bestandsgeschäfts.

Das Neugeschäft mit institutionellen Anlegern und Privatkunden entwickelte sich ebenfalls sehr erfreulich. Die Hahn Gruppe hat in 2016 rund 249 Millionen Euro Eigenkapital eingeworben und ein Immobilientransaktionsvolumen von rund 360 Millionen Euro mit Dritten realisiert. Im Berichtszeitraum wurden drei Publikums-AIFs und ein offener Spezial-AIF mit einem Zielinvestitionsvolumen von insgesamt ca. 570 Millionen Euro neu aufgelegt.

Beitrag aller Bereiche der Hahn Gruppe 

Zu der guten Ergebnisentwicklung des Konzerns konnten alle Unternehmensbereiche signifikant beitragen. Die Segmente Neugeschäft, Bestandsmanagement und Beteiligungen erzielten jeweils ein positives operatives Ergebnis und erfüllten die Erwartungen. Im Neugeschäft und dem Bestandsmanagement wurden die Ergebnisprognosen sogar übertroffen. Das Konzernergebnis nach Steuern lag ebenfalls oberhalb der im Geschäftsbericht 2015 veröffentlichten Prognose.

 

Michael Hahn, Vorstandsvorsitzender der Hahn Gruppe: "Wir sind mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Hahn Gruppe sehr zufrieden. Insbesondere haben wir in 2016 mit vielen Neuinvestitionen das verwaltete Immobilienvermögen weiter ausbauen können und damit die Grundlage für eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung geschaffen."

Das durch die Hahn Gruppe verwaltete Immobilienvermögen erhöhte sich zum 31. Januar 2017 auf rund 2,75 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,45 Milliarden Euro). Das Asset Management der Hahn Gruppe konnte in 2016 rund 93.000 m² Einzelhandelsflächen neu- und nachvermieten. Die Vermietungsquote lag zum 31. Januar 2017 bei rund 98 Prozent.

Geschäftsentwicklung 2016 in Zahlen

Das Ergebnis aus der Veräußerung und Vermittlung von Immobilien ist im Geschäftsjahr 2016 von 4,4 Millionen Euro auf 8,7 Millionen Euro gestiegen. Der deutliche Anstieg begründet sich im Wesentlichen in dem gesteigerten Transaktionsvolumen für institutionelle Vehikel sowie der Konzeption und erfolgreichen Platzierung von drei Investmentvermögen im Privatkundenbereich. Der Zuwachs der Umsatzerlöse aus Management-Gebühren um 2,3 Millionen Euro auf 15,0 Millionen Euro (Vorjahr: 12,7 Millionen Euro) resultiert aus der Neukonsolidierung von Tochtergesellschaften, welche die Wertschöpfungstiefe der Hahn Gruppe im Immobilien Management weiter vergrößern werden.

Der Rohertrag erhöhte sich auf 28,7 Millionen Euro (Vorjahr: 23,1 Millionen Euro), wobei das Ergebnis vor Steuern und Finanzaufwendungen mit 10,0 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 9,7 Millionen Euro lag. Das Finanzergebnis in Höhe von -3,5 Millionen Euro (Vorjahr: -3,9 Millionen Euro) spiegelt stabile Finanzerträge von 0,2 Millionen Euro und geminderte Finanzaufwendungen wider. Die Finanzaufwendungen stehen in einem direkten Zusammenhang zu der unterjährigen Anbindung von Immobilienobjekten im Geschäft mit Publikumsfonds. Das Ergebnis vor Ertragsteuern belief sich auf 6,5 Millionen Euro (Vorjahr: 5,8 Millionen Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern lag mit 4,1 Millionen Euro in Reichweite des sehr guten Vorjahres (Vorjahr: 4,9 Millionen Euro). Die zum Vorjahr erhöhte Steuerquote ist auf das Fehlen von steuerfreien Ergebnisbestandteilen zurückzuführen.

 

Zum Stichtag nahm die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 39,5 Millionen Euro auf 130,0 Millionen Euro zu. Dies ist überwiegend auf die Anbindung einer Handelsimmobilie im Umlaufvermögen, die temporäre Zunahme der Beteiligungen sowie auch die stichtagsnahe Fondsabwicklung und den damit einhergehenden hohen Liquiditätsstand zurückzuführen. Weiterhin stiegen die immateriellen Vermögenswerte aufgrund der Neukonsolidierung von Tochtergesellschaften. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 belief sich das Eigenkapital auf 43,6 Millionen Euro (31. Dezember 2015: 40,5 Millionen Euro).

Vor dem Hintergrund einer nachhaltig guten Ertragslage schlagen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,19 Euro je Namensaktie vor.

Positiver Ausblick

Der Vorstand der Hahn AG erwartet, dass aufgrund der weiterhin niedrigen Verzinsung alternativer Investments und der hohen Volatilität an den Aktienmärkten das Interesse der institutionellen Investoren und vermögenden Privatanlegern an gemanagten Immobilieninvestments konstant groß bleiben wird. Dies wird aller Voraussicht nach zu einer weiterhin hohen Nachfrage nach Beteiligungsangeboten der Hahn Gruppe führen.

Thomas Kuhlmann, Mitglied des Vorstands der Hahn Gruppe: "Wir beabsichtigen, unseren Wachstumskurs in 2017 fortzusetzen: Im institutionellen Fondsgeschäft planen wir Immobilieninvestments von rund 230 Millionen Euro. Der Großteil dieser Transaktionen wird für bereits aufgelegte institutionelle Fonds erfolgen. Im Privatkundengeschäft beabsichtigen wir, mindestens drei Publikums-AIFs mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 60 Millionen Euro aufzulegen und zu platzieren."

Auf Grundlage der Annahmen und Prognosen für die einzelnen Unternehmensbereiche rechnet der Vorstand der Hahn Gruppe mit einem Konzernergebnis nach Steuern, das sich in einer Bandbreite zwischen 4 und 5 Millionen Euro bewegen wird.

Erstellt von dah