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28. November 2025

Was die teuersten Einkaufsstraßen der Welt ausmacht

CUSHMAN & WAKEFIELD: DEUTSCHLAND BLEIBT IM MITTELFELD
Deutschlands teuerste Einkaufsstraßen – hier Kö in Düsseldorf – liegen weltweit im Mittelfeld.
Foto: Pixabay

London hat einen neuen Spitzenplatz im weltweiten Einzelhandel erklommen: Die New Bond Street ist laut dem aktuellen Retail-Report „Main Streets Across the World“ von Cushman & Wakefield erstmals die teuerste Einkaufsstraße der Welt. Mit einem Preissprung von 22 Prozent auf 20.482 Euro pro Quadratmeter und Jahr überholte sie die bisher führende Via Montenapoleone in Mailand sowie die Upper Fifth Avenue in New York.

Robert Travers, Head of EMEA Retail bei Cushman & Wakefield, erklärt: „Die Attraktivität dieser Top-Einkaufsstraßen liegt in ihrer einzigartigen Mischung aus Tradition, Sichtbarkeit und kulturellem Prestige. Sie sind weit mehr als reine Handelsflächen – sie fungieren als globale Bühnen für Markeninszenierung, architektonischen Ausdruck und emotionale Kundenbindung.“

Globale Mietpreisentwicklung

Weltweit stiegen die Mieten im Durchschnitt um 4,2 Prozent, wobei 58 Prozent der analysierten Märkte Mietwachstum verzeichneten. In Amerika lag der Anstieg bei 7,9 Prozent, angeführt von Währungseffekten in Südamerika. Europa legte um vier Prozent zu, wobei insbesondere Budapest und London hervorstachen. In der Region Asien-Pazifik verlangsamte sich das Wachstum auf 2,1 Prozent.

London bleibt Wachstumsmotor

Neben der New Bond Street erzielten auch Londons Oxford Street und Regent Street zweistellige Zuwächse. Budapest verzeichnete mit einem Anstieg der Miete in der Fashion Street um 33 Prozent einen bemerkenswerten Sprung. Mailand und Paris behaupteten ihre Relevanz mit stabilen Spitzenmieten auf der Via Montenapoleone (Platz Zwei weltweit) und den Champs-Élysées (Platz Fünf).

München top in Deutschland

Deutschlands teuerste Einkaufsstraße bleibt die Kaufinger-/Neuhauserstraße in München mit 3840 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Damit gehört sie weltweit zu den Top 20 der teuersten Einkaufsstraßen (Rang 14). Daneben zählt auch die Maximilianstraße mit 3360 Euro pro Quadratmeter und Jahr zu den Spitzendestinationen (Platz 27). Weitere deutsche Top-Lagen sind die Tauentzienstraße in Berlin, die Zeil in Frankfurt, die Spitalerstraße in Hamburg sowie die Königsallee in Düsseldorf. Ihre Spitzenmieten blieben unverändert bei 3000 Euro pro Quadratmeter und Jahr, was im europäischen Vergleich einen gemeinsamen Platz 30 bedeutet.

Bemerkenswerte Resilienz

Andreas Siebert, Head of Retail Germany bei Cushman & Wakefield, betont: „Flagship-Standorte profitieren von robustem Wirtschaftswachstum, sinkender Lebenshaltungskostenbelastung und steigender Konsumbereitschaft. Die Bedeutung physischer Einzelhandelsflächen – insbesondere für die emotionale Markenbindung – bleibt hoch. Unsere Top-Lagen in deutschen Metropolen zeigen eine bemerkenswerte Resilienz gegenüber konjunkturellen und geopolitischen Unsicherheiten.“

Attraktivität zieht Anbieter

Die Attraktivität dieser Standorte wird durch niedrige Leerstandquoten und das starke Interesse nationaler wie internationaler Anbieter untermauert. In den vorigen zwei Jahren haben zahlreiche neue Einzelhändler – darunter Uniqlo, Muji, JD Sports, Rituals, Lululemon sowie Gastronomiekonzepte wie Pret A Manger oder Five Guys – ihre Präsenz in zentralen Lagen deutscher Städte erweitert oder neue Standorte eröffnet. Lidl verstärkte zudem seine strategische Partnerschaft mit Galeria und plant neue Filialen in prominenten Innenstadtlagen wie Hamburg und Düsseldorf.

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