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Trotz geopolitischer Spannungen, Währungsschwankungen und anhaltender Konsumzurückhaltung zeigt sich der globale Warenhaussektor leicht stabilisiert. Der aktuelle Global Department Store Monitor des International Association of Department Stores (IADS) analysiert die Geschäftsentwicklung von 58 Warenhausunternehmen weltweit im Geschäftsjahr 2024 bis 2025 und kommt auf ein moderates Umsatzwachstum von durchschnittlich 0,63 Prozent.
Nach zwei Jahren der Erholung nach der Pandemie und einem Rückgang von 1,6 Prozent im Vorjahr deutet diese Entwicklung eher auf eine vorsichtige Normalisierung als auf den Beginn einer neuen Wachstumsphase hin. Zwar verbesserten sich wichtige makroökonomische Kennzahlen, doch die Kauflaune vieler Verbraucher blieb gedämpft. Ökonomen sprechen in diesem Zusammenhang von einer so genannten Vibecession – einer Situation, in der sich die wirtschaftliche Stimmung deutlich schlechter anfühlt als die tatsächlichen Daten. Für Warenhäuser bedeutet dies vor allem steigende Preissensibilität der Kunden. Viele Händler reagieren mit verstärkten Rabattaktionen und investieren gleichzeitig in Effizienzsteigerungen, etwa durch den Einsatz künstlicher Intelligenz in Logistik, Preissteuerung und Bestandsmanagement.
Der Bericht zeigt zudem deutliche regionale Unterschiede. In Lateinamerika und Indien konnten Warenhäuser teilweise kräftig wachsen, während der Sektor in China und Hongkong unter schwacher Konsumnachfrage und strukturellen Problemen leidet. In Südeuropa sorgte der internationale Tourismus für zusätzliche Umsätze, während Nordeuropa eher mit stagnierender Nachfrage kämpfte. Auch Währungsschwankungen spielten eine zentrale Rolle. Sie beeinflussten sowohl die internationalen Umsätze als auch die globalen Tourismusströme. Besonders sichtbar wurde dies in Japan, wo Warenhäuser zunächst stark von internationalen Besuchern profitierten, bevor eine Yen-Aufwertung und sinkende Duty-Free-Verkäufe die Dynamik wieder abschwächten.
Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändern strukturelle Trends die Branche. Künstliche Intelligenz gewinnt im operativen Geschäft an Bedeutung, während der wachsende Second-Hand-Markt neue Wettbewerbsformen schafft. Gleichzeitig investieren viele Händler stärker in große, erlebnisorientierte Flagship-Stores, während kleinere Filialnetze reduziert werden. Für das kommende Jahr erwarten Branchenbeobachter ein weiterhin schwieriges Umfeld. Protektionistische Handelspolitik, geopolitische Spannungen und eine fragile Konsumstimmung dürften die Entwicklung der internationalen Warenhausbranche weiterhin prägen.
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