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Eine aktuelle Studie des Immobilienberatungsunternehmens Cushman & Wakefield in Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler GERCH beleuchtet Erfolgsfaktoren moderner Quartiersprojekte, die Zusammenarbeit mit Stakeholdern und die städtebaulichen Perspektiven dieses Segments. Quartiersentwicklungen sind längst zentraler Bestandteil der nachhaltigen Stadtentwicklung. Sie bieten Lösungen für die wachsende Nachfrage in Ballungsgebieten und die Umnutzung von Konversionsflächen.
Quartiere schaffen durch ihre vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten – Wohnen, Arbeiten, Handel und Freizeit – und soziale Interaktionsräume zukunftsorientierte Stadtteile. Zwei wesentliche Treiber für die verstärkte Entwicklung solcher Areale sind der Siedlungsdruck in den Metropolregionen sowie das vermehrte Angebot an Konversionsgrundstücken, also Flächen, die aus ehemaligen Industrienutzungen umgewandelt werden.
Erfolgsfaktoren und langfristige Investitionsperspektiven
Laut der Studie sind klare Zielsetzungen, Risikodiversifizierung und die Einhaltung von ESG-Kriterien entscheidend für den Erfolg von Quartieren. Obwohl Investoren heute angesichts gestiegener Zinsen verstärkt auf Risikomanagement achten, bleibt das Interesse an Quartieren stabil. Für institutionelle Investoren, die Wert auf ESG-Konformität legen, sind Quartiere besonders attraktiv, da sie ökologische und soziale Aspekte vereinen und langfristige Renditechancen bieten.
Marktentwicklung und Transaktionsvolumen
Das Transaktionsvolumen in Quartiersentwicklungen der deutschen Top-7-Märkte zeigte in den letzten fünf Jahren mit rund 2 Milliarden Euro eine stabile Entwicklung und machte zwischen 3 und 6 Prozent des gesamten Marktes aus. Der Vermietungsumsatz für Büroflächen in Quartieren hat sich von 2013 bis 2022 signifikant erhöht und über ein Drittel entfällt auf Berlin.
Praxisbeispiel: INquartier in Ingolstadt
Ein Vorzeigebeispiel für Quartiersentwicklung ist das von GERCH entwickelte INquartier in Ingolstadt. Das ehemals industriell genutzte Areal wird zu einem zukunftsorientierten Quartier mit über 250.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche umgestaltet. ESG-Konformität spielt hier eine entscheidende Rolle – der Fokus liegt auf einer nachhaltigen Gestaltung und einer Mischung aus Wohn-, Gewerbe- und Freizeiteinrichtungen. Rund 70 Prozent der Fläche werden frei finanzierten Wohnraum bieten, während 30 Prozent auf geförderten Wohnungsbau entfallen.
Zukunftsperspektiven
„Das Potenzial der Quartiere ist noch längst nicht ausgeschöpft,“ betont Helge Zahrnt, Head of Research bei Cushman & Wakefield. Die Megatrends Urbanisierung, ESG-Anforderungen und die zunehmende Nachfrage nach sozial gemischten Stadtteilen machen Quartiere für die Immobilienbranche weiterhin attraktiv. Michael Henn von GERCH unterstreicht: „Quartiersentwicklungen bleiben eine Antwort auf den städtischen Flächenmangel und werden auch zukünftig große Bedeutung für die Immobilienbranche haben.“
Quartiersentwicklungen erweisen sich somit als Schlüsselprojekte der Stadtplanung und bieten den Kommunen wie auch der Immobilienbranche vielfältige Chancen.
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