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Die in den vergangenen Quartalen verzeichneten Reallohnsteigerungen verbessern nach Einschätzung von Aengevelt Immobilien die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und wirken sich positiv auf den privaten Konsum aus. Davon profitiert insbesondere der Einzelhandel, für den sich auch im Jahr 2026 eine Fortsetzung der Umsatzentwicklung abzeichnet.
Im dritten Quartal 2025 lagen die Nominallöhne um 4,9 Prozent über dem Vorjahresquartal. Unter Berücksichtigung einer Inflationsrate von 2,3 Prozent ergab sich daraus ein Reallohnzuwachs von 2,7 Prozent. Die in den Jahren 2022 und 2023 aufgetretenen Reallohnverluste sind damit rechnerisch bereits überkompensiert. Zusätzliche Kaufkraftimpulse ergeben sich durch die Anhebung des Mindestlohns auf 13,90 Euro zu Beginn des Jahres 2026.
Die kräftigen Reallohnverluste, die vom vierten Quartal 2021 bis zum ersten Quartal 2023 zu verzeichnen waren, waren vor allem auf stark steigende Verbraucherpreise zurückzuführen, insbesondere im Energiebereich. Seitdem ist die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes, rückläufig. Tarifabschlüsse der vergangenen Jahre führten zu Lohnsteigerungen, die die Inflationsrate deutlich übertrafen. Bereits im Jahr 2024 stieg der Reallohnindex um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach einer Beruhigung in den ersten beiden Quartalen 2025 erreichte der Reallohnzuwachs zuletzt erneut 2,7 Prozent.
Vor diesem Hintergrund geht Aengevelt davon aus, dass sich die Einzelhandelsumsätze weiter positiv entwickeln. Die Prognose des Handelsverbands Deutschland (HDE), der für das Jahr 2025 ein reales Umsatzplus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet hatte, wird aus Sicht von Aengevelt als konservativ eingeschätzt. Tatsächlich erwartet Aengevelt eine deutlich höhere Steigerung der Einzelhandelsumsätze, die sich bei Verfestigung auch in allmählich wieder zunehmenden Flächenbedarfen niederschlagen wird. Da zudem der Online-Handel überproportional an den Reallohnsteigerungen partizipiert, sieht Aengevelt auch die Logistikbranche im Aufwärtstrend. Zudem verbessert sich durch die höheren Realeinkommen die Mietzahlungsfähigkeit der Haushalte, was Auswirkungen auf die Wohnungsmärkte hat.
Dr. Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter von Aengevelt Immobilien, ordnet die Entwicklung ein: „Die Stimmung in der Immobilienbranche spiegelt die gesamtwirtschaftliche Lage wider. Für die Assetklassen Wohnen, Einzelhandel und Logistik zählt die reale Kaufkraft zu den wichtigsten gesamtwirtschaftlichen Indikatoren. Die Reallohnsteigerungen der vergangenen Quartale sind Frühindikatoren für nachfolgende Entwicklungen bei Flächennachfrage, Mieten und Transaktionsvolumina.“
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