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26. Mai 2025

Milliarden-Schäden im Einzelhandel durch Zahlungsbetrug

LUXUSMODE UND KOSMETIK STEHEN BESONDERS IM FOKUS
Der Einzelhandel erleidet jährlich hohe Schäden durch Cyberkriminalität.
Foto: Adyen

Deutsche Einzelhandelsunternehmen haben im Vorjahr durch Zahlungsbetrug mehr als 23 Milliarden Euro verloren, wie der Adyen Report 2024 zeigt. 45 Prozent der Firmen waren von Cybrerangriffen betroffen. Verbraucher erlebten ebenfalls einen starken Anstieg der durchschnittlichen Verluste auf 811 pro Fall.

Die Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Centre for Economic Business and Research (Cebr) durchgeführt wurde, analysiert Daten aus 25 Ländern und berücksichtigt die Antworten von über 38.000 Verbrauchern und 13.000 Unternehmen zu Konsumverhalten und Unternehmensstrategien. Laut Bericht beliefen sich die globalen Verluste im Einzelhandel durch Zahlungsbetrug im Jahr 2023 auf etwa 396 Milliarden Euro. Im Einzelnen verloren Unternehmen durchschnittlich 2,75 Millionen Euro, wobei insbesondere Luxusmode- und Kosmetikunternehmen mit Verlusten von jeweils 3,67 Millionen Euro und 3,64 Millionen Euro stark betroffen waren. In Deutschland lag der Durchschnittsverlust pro Unternehmen bei etwa 2,36 Millionen Euro

Alarmierende Zunahme

Alarmierend ist die Zunahme der Cyberkriminalität: Fast die Hälfte (45 Prozent) aller Einzelhandelsunternehmen weltweit wurden in den letzten zwölf Monaten Opfer von Cyberangriffen, Betrugsfällen oder Datenlecks, ein signifikanter Anstieg um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland verloren die Verbraucher durch Zahlungsbetrug im Durchschnitt 811 Euro pro Person – ein dramatischer Anstieg von 244 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als der Durchschnittsverlust noch bei 235 Euro lag. Die Studie hebt hervor, dass 65 Prozent der deutschen Unternehmen angeben, über effektive Betrugspräventionsmaßnahmen zu verfügen, was einer Steigerung um neun Prozentpunkte entspricht. Jedoch bleiben viele Unternehmen und Verbraucher durch die zunehmende Bedrohungslage verunsichert, was sich auch im Verbraucherverhalten niederschlägt.

Höhere Standards bevorzugt

Die Auswirkungen von Betrug auf das Konsumentenverhalten sind beträchtlich: Etwa 19 Prozent der deutschen Verbraucher fühlen sich beim Einkaufen unsicherer als noch vor zehn Jahren. In Reaktion darauf bevorzugen 18 Prozent der deutschen Konsumenten Geschäfte, die höhere Sicherheitsstandards bieten. Zudem befürworten 26 Prozent der deutschen Verbraucher eine verstärkte Identitätsüberprüfung beim Kauf, trotz der damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Die Adaption von fortschrittlichen Technologien wie Machine Learning zur Betrugserkennung und die Implementierung von PSD3-konformen Maßnahmen sind einige der Schritte, die Unternehmen unternehmen, um sich und ihre Kunden zu schützen. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der deutschen Unternehmen prüft einen Wechsel zu Zahlungsanbietern mit verbesserten Sicherheitsvorkehrungen, während eine gleich große Zahl die PSD3-Konformität evaluiert.

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