Cookie-Einstellungen

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen.

Informationen zum Datenschutz

30. April 2026

Mehr KI-Lösungen, doch viele Unternehmen zögern

NEUE STUDIE UM DEN EINSATZ IN B2BEST-FIRMEN
KI kommt zunehmend bei Unternehmen an, doch die Hürden sind nach wie vor hoch.
Foto: Pixabay / Tung Nguyen

Künstliche Intelligenz hat sich in B2B-Unternehmen als weit mehr als ein vorübergehender Hype etabliert. Das zeigt auch das aktuelle B2BEST-Barometer von ECC KÖLN, synaigy und VTEX.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen (54 Prozent) stuft Künstliche Intelligenz bereits heute als sehr oder äußerst relevant für das eigene Geschäft ein (2024 49 Prozent). In fünf Jahren rechnen sogar 85 Prozent mit einer hohen Bedeutung von KI (2024 75 Prozent). Besonders großes Potenzial sehen die Befragten darin, Kundenanfragen schneller und qualitativ hochwertiger zu bearbeiten (78 Prozent) sowie Entscheidungsprozesse präziser und verlässlicher zu gestalten (77 Prozent). Zudem erwarten knapp drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent), mithilfe von KI zusätzliche Umsatzpotenziale zu erschließen, etwa durch neue datenbasierte Produkte oder Services. Trotz der großen Relevanz des Themas zeigen sich beim Blick in die Praxis teilweise Implementierungslücken.

Einsatz gestiegen

Im Vergleich zu 2024 ist der Einsatz von KI-Lösungen in vielen Bereichen deutlich gestiegen. Die Top Drei der aktuell eingesetzten KI-Lösungen sind Chatbots und virtuelle Assistenten (48 Prozent), die automatisierte Dokumentenerstellung (45 Prozent) sowie die automatische Verbuchung von Zahlungseingängen (44 Prozent). Insgesamt schreitet die Automatisierung entlang der Wertschöpfung weiter voran: 41 Prozent der Großhändler und Hersteller setzen KI für automatisierte Produktbeschreibungen und Content-Erstellung ein, 39 Prozent zur Automatisierung interner Workflows und 37 Prozent zur Anreicherung von Produktdaten im PIM.

KI fest verankern

„Die Richtung ist klar: KI wird im B2B immer relevanter. Bei einem Großteil der befragten Unternehmen sind generative KI-Lösungen wie ChatGPT, CoPilot oder Gemini schon im Einsatz. ChatGPT und Co. zu nutzen bedeutet allerdings noch lange nicht, KI fest in der Wertschöpfung zu verankern. Genau dieser Unterschied wird aber entscheidend sein für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen “, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH KÖLN und Gründer des ECC KÖLN.

Immer noch Herausforderungen

Trotz des zunehmenden Einsatzes von KI bleiben die Herausforderungen für Großhändler und Hersteller seit zwei Jahren weitgehend unverändert. Als größte Hürden gelten weiterhin die Integration in bestehende Systeme (44 Prozent, 2024 43 Prozent), Datenschutz- und Sicherheitsrisiken (37 Prozent, 2024 39 Prozent) sowie die hohe technische Abhängigkeit (30 Prozent, 2024 34 Prozent). Mit Blick auf den ab August 2026 vollständig geltenden EU-AI Act, das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz, zeigt sich zudem Zurückhaltung: Mehr als die Hälfte der Unternehmen (56 Prozent) beobachtet die Regulierung, ohne aktiv zu handeln. Besonders kleinere Unternehmen sehen aktuell keinen Handlungsbedarf (25 Prozent).

Oft keine klare Strategie

„Die Studie zeigt: Viele Unternehmen erkennen das Potenzial von KI, behandeln sie aber noch zu oft als isolierte Einzellösung ohne klare Strategie. Der Erfolg von KI wird zudem selten systematisch gemessen – damit fehlt die Basis, um ihren tatsächlichen Mehrwert zu bewerten und sie nachhaltig in der Wertschöpfung zu verankern. Entscheider sollten daher nicht auf den perfekten Use Case warten, sondern zeitnah einen messbaren Piloten entlang der eigenen Wertschöpfungskette umsetzen“, erklärt Joubin Rahimi, Geschäftsführer synaigy GmbH.

Unsere Werbepartner

Impressum Datenschutz Cookie-Einstellungen Über uns

HANDELSIMMOBILIEN HEUTE (HIH) ist ein Nachrichten- und Serviceportal für die gesamte Handelsimmobilienbranche in Zusammenarbeit mit renommierten Verbänden und Instituten.