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21. Oktober 2024

Lebensmittelhandel kann erheblich wachsen

PROGNOSE VON SAVILLS FÜR DIE KOMMENDEN JAHRE
Der Lebensmitteleinzelhandel hat laut Savills gute Wachstumsperspektiven.
Symbolbild: Pixabay / TaWiPoP

Laut einer aktuellen Studie von Savills ergeben sich für den europäischen Lebensmitteleinzelhandel in den kommenden Jahren positive Wachstumsperspektiven. Ein zunehmendes Verbrauchervertrauen, eine allmählich sinkende Inflation sowie ein prognostizierter Anstieg der Einzelhandelsumsätze verheißen somit gute Aussichten für Konsumenten, Einzelhändler und Investoren.

Höhere Ausgaben werden demnach dazu beitragen, dass sich die Gewinnspannen der Einzelhändler erholen und sie ihre Expansionspläne vorantreiben, was wiederum eine erhöhte Flächennachfrage nach sich ziehen würde. Diese Faktoren werden laut Savills entscheidend sein, um das Interesse der Investoren in diesem Sektor zu steigern und das Investmentvolumen in dem Segment zu erhöhen. Im zweiten Quartal 2024 lagen die Spitzenrenditen für europäische Supermärkte bei durchschnittlich 5,90 Prozent, für Fachmarktzentren bei 5,94 Prozent und für Einkaufszentren bei 6,25 Prozent.

Renditen verfestigen sich

James Burke, Director für Global Cross Border Investment bei Savills, erklärt: „Obwohl das derzeit begrenzte Angebot die Anzahl der Transaktionen dämpft, werden die Marktaktivitäten von Sale-and-Leaseback-Deals sowie Fusionen und Übernahmen gestützt. Wir gehen davon aus, dass die Renditen für Supermärkte voraussichtlich bis Ende des Jahres stabil bleiben und sich 2025 verfestigen, sofern die Zinssätze in Europa sinken und die Investoren ihre Aktivitäten am Markt erhöhen.“

Präferenz für kleinere Stores

Larry Brennan, Head of European Retail Agency bei Savills, fügt hinzu: „Wir beobachten eine zunehmende Verbraucherpräferenz hin zu Convenience und kleineren Stores. Viele Einzelhändler konzentrieren sich daher vermehrt auf stadtnahe Express-Shops und verkleinern ihre Hypermarktformate. Convenience-Stores, die mit Pandemiebeginn zunehmen an Bedeutung gewonnen haben, ermöglichen den Verbrauchern, kleinere und häufigere Einkäufe in der Nähe ihres Wohnorts zu tätigen. Entsprechend wird der Nahversorgungseinkauf im unmittelbaren Wohnumfeld immer wichtiger, was bei einigen Händlern dazu führt, ihre besonders großflächigen Formate zu überdenken.“

Attraktives Investment

Trotz der zuletzt stagnierenden Wirtschaft bleiben Nahversorgungsimmobilien dank der grundlegenden Stabilität des Lebensmitteleinzelhandels weiterhin ein attraktives Investment. „Die großen Handelsunternehmen konnten ihr Filialnetz in Deutschland in den vergangenen Jahren weiter ausbauen, wobei sich das Wachstum auf die vier größten Unternehmen – Edeka, Rewe, Schwarz und Aldi – konzentriert, was das Oligopol der Branche unterstreicht. Weitere Expansionen werden jedoch zunehmend schwieriger, da der Markt weitgehend gesättigt ist, Flächen knapp werden und baurechtliche Restriktionen sowie eine gehemmte Neubauaktivität die Entwicklung neuer Standorte erschweren“, sagt Daniel Kroppmanns, Director und Head of Retail Agency bei Savills Deutschland, und ergänzt: „Angesichts der sich verengenden Expansionsmöglichkeiten richtet sich der Fokus vieler Supermärkte daher zunehmend auf die Umgestaltung und den Ausbau bestehender Filialen. Zudem sind gemischt genutzte Entwicklungen eine weitere Möglichkeit für Einzelhändler, sich in zentrumsnahen Lagen neue Standorte zu sichern.“

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