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Der aktuelle Consumer Trends Report 2025 des Capgemini Research Institutes beleuchtet bedeutende Entwicklungen im Einzelhandel. Die repräsentative Studie, basierend auf einer Befragung von rund 12.000 Verbrauchern in zwölf Ländern, zeigt, dass generative KI künftig eine zentrale Rolle im Einkaufserlebnis spielen wird.
Bemerkenswert ist, dass zwar 78 Prozent der deutschen Verbraucher und 71 Prozent weltweit den Wunsch äußern, Gen AI in ihr Einkaufserlebnis integriert zu sehen - dennoch bleibt die tatsächliche Nutzung der Technologie hinter den Erwartungen zurück: Nur 37 Prozent der Befragten zeigten sich 2024 mit dem Einsatz zufrieden, ein Rückgang gegenüber 41 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig betrachten sieben von zehn Unternehmen der Konsumgüter- und Einzelhandelsbranche Gen AI als transformative Technologie, ein signifikanter Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
„Verbraucher wünschen sich heute personalisierte Einkaufserlebnisse, die mithilfe von KI – insbesondere generativer KI – noch besser werden", betont Achim Himmelreich, Head of Consumer Engagement, Consumer Products & Retail bei Capgemini. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Kundentreue zu steigern, ist es für Einzelhändler unerlässlich, mithilfe von KI nahtlose und außergewöhnliche Einkaufserlebnisse zu schaffen."
Ein weiterer Trend ist die steigende Nachfrage nach schnellen Online-Lieferungen, dem so genannten Quick Commerce. Weltweit sind 70 Prozent der Kunden bereit, für schnelle Lieferungen einen Aufpreis zu zahlen, wobei sie durchschnittlich neun Prozent des Bestellwerts für eine Lieferung innerhalb von zwei Stunden oder sogar zehn Minuten akzeptieren. In Deutschland betrachten 73 Prozent der Verbraucher eine Lieferung innerhalb von zwei Stunden als entscheidendes Kriterium beim Einkauf.
Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Anliegen der Verbraucher. Zwar kaufen 70 Prozent der deutschen Verbraucher bei nachhaltigen Marken ein, und 63 Prozent würden aufgrund mangelnder Nachhaltigkeit den Einzelhändler wechseln, doch die Bereitschaft, einen höheren Preis für nachhaltige Produkte zu zahlen, nimmt ab. Der Anteil der Verbraucher, die bereit sind, zwischen einem und fünf Prozent mehr zu zahlen, stieg leicht von 30 auf 38 Prozent, während die Bereitschaft, mehr als fünf Prozent extra zu zahlen, in den vergangenen zwei Jahren kontinuierlich sank.
Soziale Medien entwickeln sich zu bedeutenden Treibern des Konsums. KI-generierte Influencer gewinnen an Einfluss: Weltweit vertrauen 25 Prozent der Verbraucher ihren Empfehlungen. Bei der Generation Z erfuhren 69 Prozent der Befragten 2024 durch Influencer von neuen Produkten, ein signifikanter Anstieg gegenüber 45 Prozent im Vorjahr. In Deutschland entdecken mittlerweile 49 Prozent der Konsumenten neue Produkte über soziale Medien, verglichen mit 28 Prozent im November 2022. International stieg dieser Wert im selben Zeitraum von 32 auf 51 Prozent.
Online-Werbung beeinflusst zunehmend Kaufentscheidungen - weltweit bei fast einem Drittel der Online-Käufe. Hierzulande nehmen 63 Prozent der Verbraucher Werbung auf den Websites oder in den Apps von Einzelhändlern wahr. Mit Werbung in stationären Geschäften sind die Kunden hingegen weniger zufrieden. Hauptkritikpunkte sind mangelnde Personalisierung und allgemeine Inhalte: 59 Prozent der Verbraucher weltweit empfinden diese als zu ungenau, während 53 Prozent sich gezielte und personalisierte Anzeigen wünschen, beispielsweise auf intelligenten Einkaufswagen oder interaktiven Spiegeln.
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