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05. Oktober 2025

KI im Property Management: Noch viel Luft nach oben

STUDIE VON APLEONA REAL ESTATE IN KOOPERATION MIT RUECKERCONSULT
Bei der Visualisierung zukunftsweisender Großimmobilien erzielt Künstliche Intelligenz – wie dieses Motiv eindrucksvoll zeigt – äußerst realistische Ergebnisse.
Visualisierung: Apleona / KI
Julia Rahner, Geschäftsführerin Apleona Real Estate: „Auf dem Weg zu einem funktionierendem digitalen Ökosystem sind noch beträchtliche Anpassungen notwendig, um signifikante Effizienzsteigerungen zu ermöglichen.“
Foto: Apleona

Apleona Real Estate möchte Asset Managern mehr Freiraum für strategische Aufgaben schaffen. Deshalb treibt das Unternehmen die Digitalisierung konsequent voran – mit dem Ziel, Prozesse zu optimieren und die Effizienz nachhaltig zu steigern. In diesem Kontext hat Apleona Real Estate gerade die Studie „KI im Property Management“ veröffentlicht, die in enger Zusammenarbeit mit der Agentur RUECKERCONSULT entstanden ist. Ziel der Studie ist es, den aktuellen Stand, die Potenziale und die Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz in der Immobilienwirtschaft – insbesondere im Property Management – näher zu beleuchten. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage mit unter 100 Teilnehmern sowie ergänzenden Experteninterviews. Sie zeigen deutlich: KI wird zunehmend als strategisches Instrument erkannt, um Effizienz zu steigern, dem Fachkräftemangel zu begegnen und neue Services zu entwickeln. Gleichzeitig wird klar: Der Weg zur erfolgreichen Implementierung ist anspruchsvoll und erfordert Mut, Know-how und Veränderungsbereitschaft.

Zentrale Herausforderungen: Fachkräftemangel, Datenqualität und Regulierung

Die Branche sieht sich mit drei zentralen Herausforderungen konfrontiert: 49 Prozent der Befragten nennen den Fachkräftemangel als größtes Problem, gefolgt von der mangelhaften Datenlage (47 Prozent) und steigenden regulatorischen Anforderungen (42 Prozent). Diese Faktoren sind eng miteinander verknüpft: Ohne qualitativ hochwertige, strukturierte Daten kann KI nicht effektiv arbeiten, und ohne ausreichend qualifiziertes Personal lassen sich KI-Tools nicht implementieren oder betreuen. Die Studie betont, dass Unternehmen, die ihre Daten professionell und datenschutzkonform managen, nicht nur effizienter arbeiten, sondern auch zusätzliche Services wie vorausschauende Instandhaltung, ESG-Monitoring und transparente Reporting anbieten können.

Potenziale und Einsatzfelder: Dokumentenmanagement und Prozessautomatisierung im Fokus

Das größte Potenzial für Effizienzgewinne sehen die Befragten im automatisierten Dokumentenmanagement, gefolgt von der Workflow- und Aufgabenautomatisierung sowie Immobilienreportings. Aktuell werden KI-Anwendungen vor allem zum Auslesen und Analysieren von Dokumenten eingesetzt, beispielsweise Dienstleistungsverträge oder Mietverträge. Auch die Optimierung des Energieverbrauchs und die Reduktion von CO2-Emissionen sind wichtige Einsatzfelder. Die Finanz- und Bankenbranche, die Automobilindustrie und die Hotellerie gelten als Vorbilder für den KI-Einsatz, da sie in der Digitalisierung weiter fortgeschritten sind.

Herausforderungen: Fachkräftemangel, mangelhafte Datenqualität und zögerliches Change Management

Trotz des erkannten Potenzials gibt es erhebliche Hürden: 61 Prozent der Befragten sehen den Mangel an Fachkräften zur Implementierung als größtes Hindernis, gefolgt von mangelnder Datenqualität und fehlender Offenheit gegenüber Neuerungen im Unternehmen. Auch die fehlende Kompatibilität mit bestehenden IT-Systemen und Datenschutzbedenken spielen eine Rolle. Experten warnen davor, KI als „Wundermittel“ zu betrachten: Die Erwartungen sind oft unrealistisch hoch, und die Komplexität der Integration in bestehende Prozesse wird unterschätzt. Ein erfolgreiches Change Management, das die Mitarbeiter von Anfang an einbindet, ist entscheidend, um Ängste vor Jobverlusten abzubauen und Akzeptanz zu schaffen.

Fazit: Pragmatischer Start und ganzheitliche Strategie

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Digitalisierung im Property Management nur mässig vorangeschritten ist, während der Fortschritt bei KI etwas besser bewertet wird. Der Rat der Experten lautet: „Starten Sie pragmatisch mit greifbaren Anwendungsfällen – nicht mit der Vision.“ Kleine Pilotprojekte, wie die automatisierte Rechnungsprüfung oder Schadensmeldungen, können schnell Erfolge zeigen und als Türöffner für größere Vorhaben dienen. Langfristig wird sich die Branche verändern: Unternehmen, die KI in ein ganzheitliches Leistungsportfolio integrieren, werden Talente, Marktanteile und wirtschaftlichen Erfolg gewinnen. „PM und FM werden künftig ohne KI-Anwendungen undenkbar sein“, prognostiziert Expertin Prof. Dr. Verena Rock.


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