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07. Juli 2025

Europäischer Luxusmarkt wächst trotz geopolitischer Unsicherheiten

MARKTWACHSTUM AUF BIS ZU 2,5 BILLIONEN EURO BIS 2030 MÖGLICH
Unter Druck und dennoch erfolgreich: der europäische Luxus-Markt.
Symbolbild: AdobeStock / Irina Sharnina

Der europäische Luxusmarkt bleibt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Laut einem aktuellen Bericht der European Cultural and Creative Industries Alliance (ECCIA) in Zusammenarbeit mit Bain & Company trägt der Sektor fünf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der EU bei – das entspricht 986 Milliarden Euro. Trotz langfristiger Wachstumsdynamik steht die Branche zunehmend unter Druck durch geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren und wirtschaftliche Unsicherheiten.

Im Jahr 2024 verzeichnete der Markt für Premium- und Luxusgüter einen leichten Rückgang um ein Prozent auf 1,42 Billionen Euro. Besonders betroffen ist der Bereich der persönlichen Luxusgüter wie Mode, der erstmals seit der Finanzkrise 2008 – abgesehen von pandemiebedingten Einbrüchen – um zwei Prozent schrumpfen soll. Die ECCIA warnt vor den Folgen zunehmender Protektionismus-Tendenzen. Neue Zölle und nichttarifäre Handelshemmnisse gefährden laut der Organisation den Zugang zu wichtigen Exportmärkten. Europäische Luxusunternehmen seien besonders verwundbar, da ihre Produktion auf lokaler Handwerkskunst basiert und nicht verlagert werden könne.

Sechs zentrale Erfolgsfaktoren

Für eine nachhaltige Zukunft benennt die ECCIA sechs zentrale Erfolgsfaktoren: Marken-Aura, handwerkliche und technische Exzellenz, Kreativität und Innovation, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung, Kundenerlebnis sowie eine selektive Vertriebsstrategie. Entscheidend sei dabei die Fähigkeit der Marken, emotionale Bindung zu ihren Kunden aufzubauen und ihre kulturelle Authentizität auch in digitalen Kanälen zu bewahren. Trotz der Herausforderungen sehen Experten bei positiver wirtschaftlicher Entwicklung ein mögliches Marktwachstum auf bis zu 2,5 Billionen Euro bis 2030. Voraussetzungen seien jedoch die Stabilisierung der geopolitischen Lage sowie eine konsequente Ausrichtung an Nachhaltigkeit, Qualität und globaler Attraktivität.

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