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20. Januar 2026

Eigenmarken werden zum Wachstumsmotor

WIE HÄNDLER MARGEN STEIGERN UND NEUE ZIELGRUPPEN ERREICHEN
Eigenmarken gewinnen an strategischer Bedeutung.
Foto: AdobeStock / syaifuddin

Eigenmarken gewinnen im Non-Food-Segment zunehmend an strategischer Bedeutung für den Handel. Eine aktuelle Analyse der Boston Consulting Group (BCG) und des Einkaufs- und Supply-Chain-Spezialisten Inverto zeigt, dass Händler mit Eigenmarken nicht nur ihre Margen verbessern, sondern auch neue Kundengruppen erschließen können. Vor allem jenseits klassischer Lebensmittel entwickeln sich Handelsmarken zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor.

Laut Studie werden Eigenmarken von Verbrauchern immer stärker mit Qualität verbunden. Rund zwei Drittel der deutschen Konsumenten greifen demnach wegen des attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses zu Handelsmarken. In unabhängigen Produkttests schneiden sie teilweise bereits besser ab als etablierte Markenartikel. Insbesondere jüngere Zielgruppen haben frühere Vorbehalte abgelegt. Trends aus sozialen Netzwerken wie Tiktok, wo Inhalte rund um so genannte Dupes millionen- bis milliardenschwere Reichweiten erzielen, verstärken die Akzeptanz von Eigenmarken im Non-Food-Bereich zusätzlich.

Grundlegender Wandel

Händler, die ihre Eigenmarken konsequent wie klassische Herstellermarken aufbauen und führen, können sich laut Analyse deutlich differenzieren. Dazu zählen eine datenbasierte Sortimentssteuerung, emotionales Markenprofil sowie eine hohe Sichtbarkeit über alle Vertriebskanäle hinweg. Einige Handelsunternehmen gehen noch einen Schritt weiter und positionieren ihre wichtigsten Eigenmarken mit eigenen Microsites, Social-Media-Auftritten oder sogar auf externen Marktplätzen. Dies deutet auf einen grundlegenden Wandel im Selbstverständnis von Handelsmarken hin, wie BCG-Handelsexperte Marcus Kroth erläutert.

Zentrale Erfolgsfaktoren

Ein weiterer entscheidender Hebel liegt in Einkauf und Lieferkette. Langfristige Lieferantenbeziehungen, transparente Kostenstrukturen und flexible Beschaffungsmodelle gelten als zentrale Erfolgsfaktoren. Der Einsatz KI-gestützter Prognosemodelle kann die Absatzplanung laut Studie um zehn bis zwanzig Prozent verbessern. Dadurch lassen sich Überbestände und preisgetriebene Abverkäufe reduzieren, während gleichzeitig die Warenverfügbarkeit steigt. Für Inverto-Expertin Simone Hilbring bildet eine leistungsfähige Supply Chain die Grundlage für den nachhaltigen Erfolg von Non-Food-Eigenmarken. Die Analyse basiert auf aktuellen Marktdaten, Handelskennzahlen sowie Konsumentenstudien von BCG und wird durch Projekterfahrungen beider Beratungshäuser ergänzt.

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