Architektenwettbewerb für Leuchtturmprojekt gewonnen

Das Architektenbüro O.M.A. hat den Wettbewerb um die Gestaltung des Berliner KaDeWe gewonnen. Visualisierung: O.M.A.
Geplant ist ein Dachpark mit Aussicht über Wien. Visualisierung: O.M.A.

Das Architektenbüro O.M.A. – Office for Metropolitan Architecture, gegründet von Pritzker-Preisträger Rem Koolhaas, hat den Architekturwettbewerb zum Projekt KaDeWe in Wien für sich entschieden. Am Standort des jetzigen Leiner-Kaufhauses wird die moderne Version eines Traditions-Warenhauses mit einem Mix aus Shopping, Gastronomie, Hotel und konsumfreien Zonen entstehen.

Eine Fachjury aus Experten der Bereichen Architektur, Handel und Projektentwicklung sowie Vertretern der Stadt Wien und des siebten Bezirks hat das Projekt des niederländischen Architektenbüros einstimmig zum Sieger gekürt. Bei der Pressekonferenz mit dem Gewinnerbüro O.M.A., mit der Vorsitzenden der Fachjury, Elke Delugan-Meissl, und mit SIGNA-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber wurde der Sieger-Entwurf für Wiens herausragendes innerstädtisches Projekt präsentiert.

Öffentlichen Raum schaffen

Ippolito Pestellini Laparelli und Ellen van Loon von O.M.A.: „Der Mehrwert eines Kaufhauses sollte daran gemessen werden, inwieweit es sich in das lokale Umfeld einfügt. Wir freuen uns sehr über die große Chance, im historischen Herzen Wiens zu arbeiten, und mit diesem Projekt wollen wir dessen Einzigartigkeit zur Geltung bringen. Das Gebäude ist keine Ikone, sondern vielmehr ein architektonischer Weg, durch die ihm eigene innere Struktur neue städtische Verbindungen und öffentliche Räume zu schaffen.“

Juryvorrsitzende Elke Delugan-Meissl: „Das Projekt ist eine einmalige Chance für das Quartier. Seine Situierung an der Schnittstelle zum ersten Bezirk und des Kulturdistrikts Museumsquartiers wird neue Impulse setzen. Mit der hybriden Nutzung besteht die große Möglichkeit, die Mariahilfer Straße als Einkaufsstraße neu zu definieren. Das Siegerprojekt zeigt in seinen programmatischen Zugängen sehr viele Möglichkeiten, ein zukunftsgerichtetes Projekt umzusetzen.“

 

Flanieren und Konsumieren

Vittorio Radice, Executive Chairman der La Rinascente und KaDeWe Group: „Dieses Landmark-Projekt bietet uns als KaDeWe-Group die einmalige Chance, das Warenhaus des 21. Jahrhunderts an diesem einzigartigen Standort zukunftweisend neu zu interpretieren. Wir werden eine Begegnungsstätte für die Wiener Bevölkerung und die internationalen Besucher Wiens schaffen, die zum Flanieren, Verweilen und Konsumieren einlädt. Architektur, Gastronomie und natürlich der wunderbare Dachpark mit seiner Aussicht über ganz Wien werden ein einzigartiges Erlebnis, eine Erlebniswelt für die Besucher kreieren. Dieses Projekt ist damit auch ein Statement für die Zukunft und die Weiterentwicklung des stationären Einzelhandels für die wir stehen und von der wir fest überzeugt sind.“

Impulse für die Stadt

Christoph Stadlhuber, Geschäftsführer von SIGNA:  „Wir freuen uns über die Re-Etablierung des Traditions-Warenhauses an einem der interessantesten und spannendsten Plätze in Wien. Wir sind davon überzeugt, dass das Projekt deutliche Impulse für den Bezirk sowie die Stadt setzt und ein einzigartiges Landmark sein wird. SIGNA steht für hochwertige und anspruchsvolle Architektur am Puls der Zeit. Es ist uns ein großes Anliegen, dass sich der Entwurf des Gewinner-Architekten gut in das Stadtbild integriert. Die Pläne von O.M.A. zeigen, dass das neue Gebäude diese Anforderung bestens erfüllt. Besonders stolz sind wir, dass das renommierte Büro von Pritzker-Preisträger Rem Koolhaas jetzt für uns erstmalig auch in Österreich baut.“

KaDeWe Grupp wird Hauptmieter

Das Bestandsgebäude besteht aus drei Bauteilen unterschiedlicher Baujahre mit einer Gesamtnutzfläche von rund 58.000 Quadratmetern sowie einer Tiefgarage mit 327 Stellplätzen. Wesentlicher Mieter nach Fertigstellung der Immobilie wird die KaDeWe Group mit einem langfristigen Mietvertrag sein. Das neue Warenhaus setzt ein starkes Signal in Richtung stationärer Handel. Geplant ist ein Mietermix mit Waren aus dem Premium-Segment, Produkten des täglichen Bedarfs und lokalen Fashionlabels. Auf dem Dach stehen den Besuchern anspruchsvolle Gastronomie und ein öffentlich zugänglicher Dachpark mit Blick über die Stadt zur Verfügung. Diese Fläche von rund 1000 Quadratmetern ist als konsumfreie Zone geplant und wird auch außerhalb der Geschäftszeiten zugänglich sein.