Ergebnis liegt im Erwartungskorridor

Das Mode-Kaufhaus LUDWIG BECK am Münchner Marienplatz. Foto: LUDWIG BECK

Der Münchner Modekonzern LUDWIG BECK fokussiert sich mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs WORMLAND wieder auf das Kerngeschäft am Münchner Marienplatz sowie den Onlinehandel.

Nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 erwirtschaftete der LUDWIG-BECK-Konzern mit seinem fortgeführten Geschäftsbereich einen Bruttoumsatz in Höhe von 41,0 Millionen Euro (Vorjahr 41,3 Millionen Euro). Dieser Rückgang von 0,7 Prozent spiegelt das allgemeine Branchenniveau wider.

Ergebnissituation

Der Nettorohertrag lag bei 16,4 Millionen Euro (30. Juni 2018: 16,6 Millionen Euro). Die Nettorohertragsmarge bezifferte sich auf 47,6 Prozent (Vorjahr 47,9 Prozent).

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 Standards stiegen die Abschreibungen wegen zu bilanzierender Nutzungsrechte deutlich von 1,4 auf 3,1 Millionen Euro. Hingegen sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen aufgrund der durch diese Bilanzierung entfallenden Mietaufwendungen stark von 7,2 auf 5,7 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 0,7 Millionen Euro (Vorjahr 0,8 Millionen Euro).

 

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) wurde durch den IFRS-16-Effekt mit 0,4 Millionen Euro sowie durch einmalige Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs WORMLAND mit 0,5 Millionen Euro belastet und erreichte -0,5 Millionen Euro (Vorjahr 0,4 Millionen Euro ). Das Ergebnis nach Steuern aus den fortgeführten Geschäftsbereichen betrug im ersten Halbjahr 2019 -0,2 Millionen Euro (Vorjahr 0,5 Millionen Euro).

Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen – das Segment WORMLAND - betrug -17,0 Millionen Euro (Vorjahr-3,0 Millionen Euro). Das Ergebnis setzt sich aus der Verkäuferzuzahlung in Höhe von insgesamt 11,5 Millionen Euro sowie dem abgegangenen Eigenkapital des WORMLAND-Teilkonzerns in Höhe von 5,5 Millionen Euro (Stand 31.Dezember 2018) zusammen.

Das Ergebnis nach Steuern betrug insgesamt -17,2 Millionen Euro (Vorjahr-2,6 Millionen Euro).

Auf Kernbereiche konzentrieren

Die Veräußerung des Konzernsegments WORMLAND im April 2019 schuf die vom Vorstand gewünschten Voraussetzungen, um die Geschäftstätigkeit von LUDWIG BECK auf die Kernbereiche konzentrieren zu können. Diese Maßnahme gibt dem Unternehmen neuen Gestaltungsspielraum am hart umkämpften Modemarkt. Parallel dazu wird das Online-Geschäft forciert als alternativer Vertriebskanal ausgebaut.

Dieter Münch, Vorstandsmitglied der LUDWIG BECK AG: „Die in 2019 umgesetzten Entscheidungen bilden jetzt die Basis, um in Zukunft wieder profitabel wirtschaften zu können. Das Fundament dazu bildet nicht zuletzt die in Eigenbesitz befindliche Immobilie am Münchner Marienplatz.“

Der Vorstand bestätigt seine im Quartalsbericht I/19 angepasste Prognose. Aufgrund der Ausweisvorgaben des IFRS 5 und der damit verbundenen Anpassung der Konzerngesamtergebnisrechnung geht er für die fortgeführten Geschäftsbereiche von einem Konzernumsatz zwischen 94 und 98 Millionen Euro sowie einem Ergebnis vor Steuern (EBT) zwischen vier und fünf Millionen Euro aus. Das Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich wird  -17 Millionen Euro betragen.