Warenhauskette eröffnet im September neue Filiale ín der denkmalgeschützten ehemaligen Bremer Bank

In die ehemalige Bremer Bank am Domshof zieht im September das Warenhaus Manufactum ein. Foto: Manufactum
Auch die Innenarchitektur ist spektakulär. Foto: Manufactum

Mit  ausgewählten und bewusst langlebigen Produkten, die teilweise das Zeug zum vielgeliebten Erbstück haben, steuern die Manufactum-Warenhäuser dem Plastik-Mainstream entgegen. Und da Hochwertiges nach einem edlen Rahmen verlangt, hat das Unternehmen für die Neueröffnung des bundesweit neunten Warentempels im Herzen von Bremen ein erlesen schönes Gebäude auserkoren.

 

Gebäude war Sitz der Bremer Börse

Die ehemalige Heimstatt der Bremer Bank am Domshof ist architektonisch eine wahre Augenweide. Zwischen 1902 und 1904 nach Plänen der Architekten Albert Dunkel und Diedrich Tölken entstanden, bezaubert das Bauwerk im Stil der Neo-Renaissance mit Türmchen, Giebeln und wohlgefälligen Rundbögen. 1979 erfolgte eine erhebliche Erweiterung, wobei das ursprüngliche Bankgebäude und insbesondere der Eingangsbereich auf der Seite zum Domshof weitgehend erhalten blieben. Von 1980 bis 1990 residierte dort die Bremer Börse, seit 1994 steht das Haus unter Denkmalschutz. Dem Interieur verleihen Fischgrät-Parkett, Toiletten, die eines Opernhauses würdig wären, weiße Säulen und eine spektakuläre Deckenlösung noblen Charakter.

Bewusste Rückkehr zur Klassik

Manufactum weiß die prachtvolle Kulisse gut zu nutzen. Ab 22. September wird das Unternehmen dort auf rund 1000 Quadratmetern sein Sortiment präsentieren. Das „Warenhaus der guten Dinge“, so der Firmen-Slogan, setzt auf Produkte, die nach althergebrachten Standards aus klassischen Materialien wie beispielsweise Metall, Glas oder Holz arbeitsaufwändig angefertigt und daher solide im besten Sinne sind. Seifen aus Marseille, Olivenöl aus der Provence, Geldbörsen aus Elch- oder Rentierleder oder maritime Strickwaren von der bretonischen Atlantikküste sollen gezielt den Connaisseur ansprechen:  Manufactum versteht sich als Warenhaus für werteorientierte und anspruchsvolle Endverbraucher. Zu jedem Stück gehört eine Geschichte, den der Versandkatalog ausführlich darlegt – auch online und via App.

Standorte in Hauptmetropolen

Entwickelt hat sich das Mini-Imperium peu à peu aus dem Stammhaus in Waltrop. In der Turbinenhalle der sanierten ehemaligen Zeche, eine der schönsten Schachtanlagen im Ruhrgebiet, eröffnete 1999 das erste der jetzt acht Warenhäuser. Mit weiteren Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Köln und Stuttgart sind die wichtigsten deutschen Metropolen nahezu  abgedeckt. Bremen fehlte bisher in der Riege.

Das soll sich am 22. September ändern. Punkt zwölf Uhr mittags öffnet das neue Warenhaus dann seine Pforten. Zum Produktportfolio zählen Möbel und Heimtextilien, Bürobedarf, Küchen- und Gartenausstattung, Bekleidung, Körperpflegeprodukte sowie Lebensmittel.

Mit brot&butter-Laden

Zudem geht ein brot&butter-Laden mit Lebensmitteln aus traditioneller Herstellung sowie einer hauseigenen Bäckerei mit Bistro an den Start. Authentisch, örtlich und jahreszeitlich geprägt sei das Angebot, so Manufactum. Neben Evergreens wie frisch gebackenem Steinofenbrot, Wurst, Schinken, Käse und haltbaren Lebensmitteln „mit Charakter“ dürfte die eine oder andere Bremer Spezialität ins Konzept einfließen. 

 

Erstellt von Susanne Müller