In der Kölner Zentrale sollen bis 2020 400 Stellen wegfallen

Galerie Kaufhof wird nicht mit Karstadt zur Warenhaus-AG verschmelzen. Foto: Galeria Kaufhof

Die kanadische Kaufhaus-Mutter Hudson’s Bay Company (HBC) hat den Verkauf der Warenhauskette Galeria Kaufhof an Karstadt-Eigentümer Signa abgelehnt. Sparmaßnahmen sollen jetzt an anderer Stelle greifen.

Signa-Gründer René Benko hatte drei Milliarden Euro für die Übernahme angeboten, wollte so Kaufhof und Karstadt zu einer Warenhaus-AG verschmelzen. „Unser europäisches Geschäft und die damit verbundenen Immobilien stellen einen wichtigen Bestandteil unserer langfristigen Strategie dar", lehnte HBC die Transaktion ab. „Zudem haben wir weiterhin ein hohes Maß an Vertrauen in unsere Fähigkeit, die Ergebnisse unserer traditionsreichen Warenhausmarken zu steigern."

Konkurrenz der Online-Anbieter

Auch der neue Kaufhof-Chef Roland Neuwald schließt eine Fusion mit Karstadt aus. Der BILD sagte er: „Ich sehe nicht, dass dadurch ein besseres Geschäftsmodell entsteht. Unsere größten Konkurrenten sind die Amazons und Zalandos dieser Welt." Signa hat schließlich die Offerte zurückgezogen.

 

Nun will der Kaufhof-Konzern bis 2020 rund 400 Arbeitsplätze in der Kölner Zentrale abbauen – etwa ein Viertel der Jobs am Firmenhauptsitz. Das Unternehmen setzt dabei auf sozialverträgliche und faire Lösungen.

An veränderte Bedingungen anpassen

Galeria Kaufhof stehe wie der gesamte stationäre Handel vor großen Herausforderungen, so das Unternehmen, und müsse sich an die veränderten Marktbedingungen anpassen, um langfristig wieder profitabel zu sein. Dazu hat Kaufhof ein Programm initiiert, das die wichtigsten Maßnahmen für die Zukunft bündelt. Neben gezielten Investitionen in Markenauftritt und Markenkooperationen, die Modernisierung der Filialen und die Verzahnung von On- und Offline-Geschäft umfasst dies auch die Optimierung der Kosten und Prozesse.

„Insbesondere in der Kölner Zentrale liegen die Kosten deutlich über dem Wettbewerbsdurchschnitt“, so Kaufhof. „Die Überprüfung und Reduktion von Aufgaben und damit einhergehende Einsparungen auch auf der Personalseite sind daher unumgänglich.“