Kaufhäuser, Online-Handel und Katalog sorgen für 90 Millionen Euro Umsatz

In historischem Ambiente präsentiert sich Manufactum in Hamburg. Foto: Manufactum
Die Schalterhalle des preisgekrönten Bremer Manufactum-Hauses. Foto: Manufactum
In Köln ist das Warenhaus in einem modernen Gebäude untergebracht. Foto: Manufactum
Das Manufactum-Warenhaus in Berlin. Foto: Manufactum

Was im Sommer 1987 als reiner Versandhandel mit drei Mitarbeitern begann, ist 30 Jahre später ein etabliertes Multi-Channel-Unternehmen mit mehr als 550 Mitarbeitern. Mit neun Kaufhäusern, Online- und Katalog-Handel hat Manufactum Erfolgsgeschichte geschrieben.

Auf der Suche nach dem Echten hat das Waltroper Unternehmen mit klassischen Materialien und zeitlosem Design eine Marke geprägt, die wertorientierte Kunden anspricht. Bereits 2000 stieg Manufactum in den Online-Versandhandel ein. Dessen Umsatzanteil wuchs von Jahr zu Jahr kontinuierlich und übertrifft inzwischen den des klassischen Katalogversands.

Mehrfach „Store of the Year“

Mit dem Ausbau des ursprünglich als Ausstellungsraum gedachten Waltroper Stammhauses 2001 begann der Weg in den stationären Handel. Diesem ersten Manufactum-Warenhaus folgten über die Jahre acht weitere in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Auch in dieser Hinsicht setzte Manufactum Standards und gewann 2005 in Düsseldorf, 2007 in München sowie 2017 in Bremen durch außergewöhnlichen Ladenbau, gepaart mit besonderer Architektur, den renommierten Preis „Store of the Year“ des Handelsverbands Deutschland (HDE). Im kommenden Jahr wird mit dem Wiener Manufactum-Warenhaus erstmals ein Standort außerhalb Deutschlands eröffnet.

Dinge in die Hand nehmen

„Ein wesentlicher Grund für die Expansion in den stationären Handel war der Wunsch vieler Kunden, die Produkte hautnah zu erleben, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen“, sagt Max Heimann, Geschäftsführer von Manufactum. „In unseren Warenhäusern laden wir deshalb zum Stöbern und Entdecken ein und bieten die Möglichkeit zur lebendigen Auseinandersetzung mit den Waren.“ So können Kunden Sportgeräte ausprobieren, geschmiedete Bratpfannen in der Hand wiegen und Lebensmittel verkosten. Produktvorführungen und Veranstaltungen mit Herstellern runden den Service ab.

 

Angesiedelt sind die Manufactum-Warenhäuser zumeist in historischen und architektonisch bemerkenswerten Gebäuden. Solche in zentraler Lage zu finden, ist nicht immer leicht. In Bremen etwa nahm sich Manufactum zehn Jahre Zeit, bis mit dem denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Bremer Bank das passende Objekt gefunden war.

Katalog ist ein Sammlerstück

Ein Grundpfeiler von Manufactum ist seit den Anfangstagen der Warenkatalog. Das belegt auch der Status, den er bei vielen Kunden besitzt: Er dient als Nachschlagewerk und wird nicht selten wie ein Sammlerstück archiviert. Die Jubiläumsausgabe vom August 2017 kommt in neuem Gewand daher. Auf mehr als 400 Seiten werden dort rund 8500 Produkte präsentiert – mehr als das 20-fache des ersten Katalogs von 1987.

Aktuell beträgt der Jahresumsatz des Unternehmens mehr als 90 Millionen Euro. Manufactum liefert mittlerweile in 60 Länder.