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17. Februar 2026

KiK bereinigt rigoros das Filialnetz

RUND 50 STANDORTE FALLEN WEG, HUNDERTE WEITERE STEHEN AUF DEM PRÜFSTAND
Textildiscounter KiK will auch in Deutschland unrentable Filialen schließen.
Foto: KiK

Der Textildiscounter KiK richtet sein europäisches Filialnetz neu aus und reagiert damit auf anhaltenden wirtschaftlichen Druck. Im ersten Quartal 2026 sollen rund 50 Standorte geschlossen werden, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Das Unternehmen bestätigte entsprechende Pläne gegenüber Medien. Betroffen sind vor allem Filialen mit schwacher wirtschaftlicher Entwicklung. Parallel dazu plant KiK die Eröffnung von neun neuen Märkten, darunter ein Standort in Deutschland.

Hintergrund der Maßnahme ist eine umfassende Restrukturierung, mit der der Discounter unrentable Flächen abbauen und die Profitabilität im Kerngeschäft stärken will. Branchenrecherchen zufolge stehen europaweit rund 400 weitere Filialen unter besonderer Beobachtung. In Deutschland sollen etwa 170 Märkte derzeit Verluste schreiben oder sich nahe an der Gewinnschwelle bewegen. Das Unternehmen äußerte sich zu diesen Zahlen nicht konkret, betonte jedoch, dass die Planungen für das Filialnetz noch nicht abgeschlossen seien. Weitere Anpassungen bleiben damit möglich.

Öffnungszeiten anpassen

Neben Standortschließungen prüft KiK auch operative Änderungen. In mehreren Regionen werden Öffnungszeiten angepasst, um Kosten besser an die Nachfrage anzupassen. Einzelne Märkte öffnen später am Morgen oder schließen früher am Abend. Nach Brancheninformationen könnte ein großer Teil des deutschen Filialnetzes von solchen Änderungen betroffen sein. Ähnliche Überlegungen gibt es demnach auch in südeuropäischen Märkten.

Steigender Ergebnisdruck

Die Maßnahmen erfolgen in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld für den Non-Food-Handel. KiK gehört zur Tengelmann-Gruppe, die zuletzt stabile Umsätze meldete, intern jedoch auf steigenden Ergebnisdruck verweist. Unternehmenskreise sprechen von einer Phase der Bereinigung, in der Strukturen gestrafft und Effizienzprogramme priorisiert werden.

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