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Die Filial-Neueröffnung von Kaufland in Tuttlingen in Baden-Württemberg ist nicht nur ein wichtiger Schritt für die Nahversorgung vor Ort, sondern auch für die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens beim Bauen.
Als ein Team aus über 100 Mitarbeitern die ersten Kunden in Empfang nimmt, um ihnen auf einer Verkaufsfläche von circa 3700 Quadratmetern ein umfangreiches Sortiment an Lebensmitteln und Produkten für den täglichen Bedarf zu bieten, erfolgt dies in einem ganz besonderen Gebäude. Denn gleich sieben verschiedene recycelte Materialien, die aus Abbruchmaterial, Abfall oder nachwachsenden Rohstoffen produziert worden sind, kamen in eineinhalb Jahren Bauzeit unter anderem für Wände, Fassadenteile, Dämmung und Dachabdichtung zum Einsatz, um noch nachhaltiger zu sein. In diesem Umfang hat es das bisher an keinem der bundesweit über 770 Kaufland-Standorte gegeben.
Die Abdichtungsplane, die für das Dach zum Einsatz gekommen ist, besteht beispielsweise zu 60 Prozent aus recycelten Plastikfolien, die als Verpackungsmaterial in der Logistik verwendet werden, und hält länger als herkömmliche Planen. Die Pflastersteine, die auf dem Parkplatz verlegt worden sind, bestehen zu 40 Prozent aus mineralischen Abfallstoffen. Im Lager kommen Rammschutzelemente zum Einsatz, die komplett aus recyceltem Kunststoff bestehen.
Mit recyceltem Baumaterial wird vor allem graue Energie, also jene Energie, die für die Produktion von Materialien benötigt wird, reduziert und damit CO2 eingespart. „Tuttlingen ist ein ganz besonderer Standort für uns. Hier können wir prüfen und lernen, wie sich Bauweise und Materialien in der Praxis bewähren. Auf diese Weise gewinnen wir wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen, die wir für zukünftige Projekte nutzen können“, sagt Robert Pfizenmayer, Immobilienentwicklung Kaufland Süd.
Eine Photovoltaikanlage bietet auf über 2000 Quadratmetern zudem viel Fläche für nachhaltige Energiegewinnung auf dem Tuttlinger Filialdach. Die Anlage hat eine Leistungsstärke von 420 kWp und ist damit eine der größten in Tuttlingen. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Anlagengröße für Privathaushalte beträgt circa zehn kWp. Der Großteil des erzeugten Stroms wird direkt in der Filiale für die Eigennutzung verwendet. Der restliche Strom wird ins Netz eingespeist. So deckt die Photovoltaikanlage circa ein Viertel des jährlichen Gesamtenergiebedarfs der Filiale ab. Dank Wärmepumpe und effizienter Nutzung der Abwärme, die beim Betrieb der Kälteanlage anfällt, kommt das Gebäude ganzjährig ohne fossile Brennstoffe aus.
Die Filiale in Tuttlingen bietet den Kunden 275 Parkplätze an. Das Einkaufserlebnis wird durch einen Bäcker, einen Metzger, einen Sushi-Shop, einen Tabak-Lotto-Zeitschiften-Shop mit Paketstation sowie einen Frisör ergänzt. Neben Milch, Müsli und Gemüse können sich die Kunden zudem „E-Auto laden" auf den Einkaufszettel schreiben. Denn auf dem Filial-Parkplatz steht auch eine E-Ladestation zur Verfügung.
Nachhaltigkeit spielt auch bei der Sortimentsgestaltung eine zentrale Rolle. Bei insgesamt etwa 30.000 Artikeln erstreckt sich die Auswahl von Markenartikeln, Eigenmarken, Bio- und Fairtrade-Produkten über vegetarische und vegane Produkte bis hin zu laktose- und glutenfreien Artikeln. Die Stärkung der Regionalität ist Kaufland dabei ein wichtiges Anliegen. Bei der Sortimentsauswahl wird ein Schwerpunkt auf Produkte von Lieferanten aus der Region gelegt. Neben bekannten Markenartikelherstellern finden sich auch zahlreiche Erzeugnisse mittelständischer Unternehmen im Sortiment. Bei der Ladeneinrichtung wurde ein besonderes Augenmerk auf den Einsatz energiesparender und klimaschonender Technik gelegt, wie energieeffiziente Kühlmöbel und LED-Beleuchtung.
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