Expansion nach Moldau und Australien geplant

Die allererste Kaufland-Filiale in Backnang eröffnete 1968. Foto: Kaufland
Berlin-Lichtenfeld war die 1000. Filiale in Deutschland. Foto: Kaufland
Eine Frische-Theke aus früheren Jahren. Foto: Kaufland

Im Januar 1968 eröffnete Kaufland im schwäbischen Backnang seine erste Filiale. Mit dieser Eröffnung legte das Unternehmen den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte.

Heute ist Kaufland mit mehr als 1270 Filialen und 148.000 Mitarbeitern in sieben Ländern Europas vertreten und erzielt einen Jahresumsatz von 21,6 Milliarden Euro.

„Von einer Filiale in Deutschland auf mehr als 1270 in Europa – das war für Kaufland eine spannende und erfolgreiche Entwicklung“, sagt Vorstandsvorsitzender Patrick Kaudewitz. „Im Ursprung sind wir ein schwäbisches Familienunternehmen. Heute zählen wir zu den wichtigsten Einzelhändlern im europäischen Markt und planen die Expansion in die Republik Moldau und nach Australien.“

Selbstbedienungs-Pionier

Bis 1968 war das Unternehmen auf den lokalen Großhandel ausgerichtet. Dann folgte die strategische Entscheidung, in den Einzelhandel einzusteigen. Damit wurde der beginnende Trend im Handel von der Bedienung hin zur Selbstbedienung aufgegriffen. Mit einer Verkaufsfläche von rund 1000 Quadratmetern und 70 Mitarbeitern stellte die erste Filiale in Backnang die Weichen für die Entwicklung zum international erfolgreichen Einzelhändler.

Triumphzug des Autos

Die folgenden Jahre standen im Zeichen des Wirtschaftswunders. Von 1965 bis 1970 erhöhte sich die Anzahl der Fahrzeuge in Privathaushalten laut Kraftfahrt-Bundesamt von neun auf 14 Millionen. Da die Verbraucher zunehmend ihr Auto für den Einkauf nutzten, bot das Unternehmen von Beginn an ausreichend Parkplätze an. Mitte der 70-er Jahre fiel die Preisbindung im Einzelhandel, insbesondere bei Markenartikeln. So konnte Kaufland seinen Kunden günstige Lebensmittel anbieten und wurde für den Wocheneinkauf der Familie attraktiv.

Erste Ost-Filiale in Meißen

In den nächsten Jahrzehnten eröffnete das Unternehmen kontinuierlich neue Filialen, vor allem in Süddeutschland. Mit dem Fall der Mauer im November 1989 nahm die Expansion weiter Fahrt auf. Bis September 1990 hatte Kaufland bundesweit 51 Filialen. Im Oktober 1990 wurde in Meißen die erste Filiale in den neuen Bundesländern eröffnet. Rasch folgten weitere Filialen, sodass im April 1993 die bundesweit 100. Filiale in Berlin-Prenzlauer Berg eröffnete.

 

Expansion in ganz Europa

Mit dem Markteintritt in Tschechien 1998 begann die internationale Expansion von Kaufland. Bis 2006 folgten Eröffnungen in der Slowakei, Kroatien, Polen, Rumänien und Bulgarien. Im Dezember 2010 feierte das Unternehmen mit der Eröffnung in Berlin-Lichterfelde die 1000. Filiale in Europa.

2017 hat das Unternehmen in einer groß angelegten Modernisierungsoffensive bereits weit über die Hälfte der Filialen auf ein neues Ladenkonzept umgestellt. In diesem Jahr werden weitere Filialen modernisiert. Das neue Konzept vereinfacht den Einkauf durch eine bessere Übersichtlichkeit, niedrigere Regale sowie eine klare Orientierung durch Farbsymbole für alle Abteilungen. Frische und Qualität stehen dabei im Fokus. Das spiegelt sich in den neu gestalteten Frischebereichen wie Obst und Gemüse, Backshop und den Bedienungstheken für Fleisch, Wurst, Käse und Feinkost wider. Das überarbeitete Sortiment umfasst eine noch größere Auswahl an regionalen und Premiumprodukten. Zum 50-jährigen Jubiläum präsentiert sich Kaufland als zukunftsfähiges Handelsunternehmen.

Den runden Geburtstag feiert Kaufland unter dem Motto „Frisch wie nie“ mit Angeboten, Rabattaktionen sowie einer Gewinnlotterie.