Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen geplant, aber keine Fusion

Aldi Süd und Nord wollen in verschiedenen Bereichen enger kooperieren. Foto: Aldi Süd

Aldi Süd und Nord prüfen eine Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf und Marketing. Das berichtet aktuell das Manager-Magazin.

Fast 60 Jahre nach der Aufspaltung des Familienunternehmens gehen die beiden Discounter jetzt aufeinander zu und wollen bestimmte Waren gemeinsam beschaffen. In der zweiten Phase könnte eine gesellschaftsrechtliche Verflechtung der Einkaufsabteilungen erfolgen.

Abläufe synchronisieren

Das Manager-Magazin beruft sich auf ein siebenseitiges Protokoll einer Sitzung hochrangiger Aldi-Manager in der Mühlheimer Süd-Zentrale. Darin sei beschlossen worden, alle Sortimente und Abläufe zu harmonisieren und zu synchronisieren.

 

Bereits in jüngster Zeit haben Aldi Süd und Nord gemeinsam mit der Kampagne „Einfach ist mehr“ geworben – unter anderem mit TV-und Kino-Spots. Beide Discounter investieren zudem Milliarden ins Refurbishment der Läden. Außerdem nehmen beide immer mehr Markenartikel ins Angebot auf.

Effizienz steigern

Ziel ist nun laut Manager-Magazin ein noch engerer Zusammenschluss. Sämtliche Leistungen im Einkauf und in den Dienstleistungsabteilungen wie Qualitätswesen, Corporate Responsibility, Marketing und Logistik sollen demnach nur einmal erbracht werden. Vorteil der „Kooperation Aldi Nord – Aldi Süd“ sei die Reduktion von Abstimmungsaufwand sowie struktureller und personeller Doppelungen – und letztendlich die Steigerung von Effizienz.

Kein Stellenabbau geplant

In einer gemeinsamen Erklärung teilten die beiden Unternehmen indes mit, dass aus der Kooperation keine Fusion folge und diese auch nicht beabsichtigt sei. Auch ein Stellenabbau sei nicht vorgesehen.

Experten gehen davon aus, dass das deutsche Kartellamt keine Einwände gegen die gemeinsam geplanten Maßnahmen erhebt. Die Behörde betrachtet Aldi ohnehin als so genannten Gleichordnungskonzern.